Keine Prognose für laufendes Quartal
Sun will nach Stellenabbau in Gewinnzone zurück

Der US-Computerkonzern Sun Microsystems will nach einem Verlust im abgelaufenen Geschäftsquartal seine zweite große Stellenabbauwelle starten und dann in der zweiten Jahreshälfte in die Gewinnzone zurückkehren. Die Sun-Aktie reagierte auf die Ankündigung mit einem Kursanstieg.

Reuters SANTA CLARA. Das Unternehmen wolle 4 400 Stellen streichen und damit die Belegschaft um weitere 11 % reduzieren, teilte der Hersteller von Netzwerkcomputern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Die meisten Stellen sollten dabei bis zum Ende des Kalenderjahres 2002 gestrichen werden. In diesem Quartal würden Rückstellungen über 300 Mill. $ gebildet. Bereits im Oktober 2001 hatte Sun den Abbau von etwa 4 000 Stellen beschlossen.

In der zweiten Hälfte des bis zum Ende Juni 2003 laufenden Geschäftsjahres wolle das Unternehmen Gewinne schreiben, sagte Finanzchef Steve McGowan. Für das laufende Quartal wollte die Unternehmensführung aber keine Prognose abgeben.

Verlust zum Vorjahr verringert

Für die drei Monate zum Ende September wies Sun am Donnerstag im kalifornischen Santa Clara einen Nettoverlust von 111 Mill. $ oder vier Cent je Aktie aus, nach einem Verlust von 180 Mill. $ oder sechs Cent je Aktie im Vorjahr. Ohne Einmalbelastungen habe der Verlust je Aktie zwei Cent betragen. Analysten hatten den Verlust je Aktie im Durchschnitt mit vier Cent prognostiziert. Der Umsatz sei um vier Prozent auf 2,7 Mrd. $ gesunken, teilte das Unternehmen weiter mit.

Sun hatte in den vergangenen Jahren vom Boom in der Internet-Branche profitiert, da die Internet-Gründungen sich bevorzugt für die leistungsstarken Computer des kalifornischen Unternehmens entscheiden hatten. Mit dem Platzen der Internet-Blase brach der Umsatz von Sun kräftig ein.

Der Kurs der Sun-Aktie stieg im nachbörslichen Instinet-Handel auf 3,14 $ von 2,99 $ beim Börsenschluss.

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