„Keine Pygmäen“
Robertson warnt die Europäer

"Ich will in Prag keine vagen Versprechungen hören. Ich will unterschriebene Schecks und klare Zusagen", sagte Robertson dem Handelsblatt. Die Rüstungsindustrien in Europa müssten noch stärker rationalisiert, die Zusammenarbeit mit den USA vertieft werden: "Die Europäer dürfen nicht als Pygmäen auftreten", sagte Lord Robertson.

HB BRÜSSEL. Beim Nato-Gipfel im November in Prag werden die 19 Staats- und Regierungschefs der Allianz die unzureichende Verteidigungsfähigkeit der meisten europäischen Staaten diskutieren, die von den USA kritisiert wird. Robertson erwartet dabei von den Europäern, ihre Verteidigungsetats aufzustocken und effizienter zu nutzen. "Die Regierungen stehen vor der Frage, die Streitkräfte zu modernisieren oder zu marginalisieren", sagte er. "Eine Partnerschaft der Unfähigen wollen wir nicht." Die Amerikaner forderte er zugleich auf, ihre Exportgesetze zu liberalisieren und den Nato-Partnern den Zugang zu US-Technologien zu erleichtern.

Befürchtungen, die Nato könne ihre Identität durch die geplante engere Zusammenarbeit mit Russland verlieren, wies Robertson zurück: "Wir werden künftig mit Russland gleichberechtigt zusammenarbeiten, aber die Nato an sich wird sich nicht ändern."

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