Keine Scheu vor Fleischgerichten
Bundesbürger gehen weniger Essen

Die Bundesbürger gehen weniger Essen und gaben dafür nach jahrelangem Aufwärtstrend 2001 zum ersten Mal weniger aus.

dpa HAMBURG. Das ergab eine repräsentative Untersuchung der Centralen Marketing- Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), die am Montag in Hamburg vorgestellt wurde. "Die Bundesbürger haben die Ausgaben für Essen und Trinken außer Haus im Vorjahr auf rund 146 Milliarden Mark (74,65 Milliarden Euro) gesenkt", sagte Marktforscher Paul Michels. Das waren rund vier Milliarden Euro oder fünf Prozent weniger als 2000.

Fleischgerichte lagen 2001 mit 24,8 Prozent "ganz oben auf der Beliebtheitsskala", betonte Michels. Infolge der BSE-Krise sei allerdings seltener Rindfleisch geordert worden, vor allem in Kantinen und Mensen. Am wenigsten sei die deutsche Gastronomie vom Rückgang des Rindfleischverzehrs betroffen: Er sank in diesem Bereich im Jahrevergleich nur um 0,4 Prozentpunkte von 7,9 auf 7,5 Prozent. Den größten Zuwachs konnte nach der Studie Geflügel verzeichnen.

Der größte Anteil der Ausgaben für Essen außer Haus entfiel nach wie vor auf die Gastronomie (43 Prozent), betonte Michels. Leicht zugelegt hätten aber auch Bäckereien, Bringdienste und Imbisse, während es bei den Kantinen ein Minus gab. Dabei gewinne der Außer- Haus-Verzehr während der Woche immer mehr an Bedeutung. Das sei auch auf den Trend zu Zwischenmahlzeiten zurückzuführen.

Für die Studie wurden 2001 rund 14 000 Menschen über acht Jahren aus 6 500 Haushalten befragt.

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