Keine Schnellschüsse geplant
Börse: Weitere Regeländerungen werden vorsichtig diskutiert

Die Deutsche Börse wird bei weiteren vom Kapitalmarkt gewünschten Änderungen für das Regelwerk des Neuen Marktes keine Schnellschüsse machen.

dpa-AFX. FRANKFURT/M. "Wir diskutieren über viele Dinge. Der öffentliche Druck ist da", sagte Börsenvorstand Volker Potthoff. "Man muss aber vorsichtig sein, was man tut", ergänzte Rainer Riess, Chef des Neuen Marktes, am Freitag in Frankfurt.

So müsse man bei einer gewünschten Verkleinerung des Nemax 50 auf einen Nemax 30 oder gar Nemax 20 auch auf die Märkte für Optionen und Indexzertifikate Rücksicht nehmen. Dem Handel mit den Unternehmensaktien würde Liquidität entzogen, wenn der Nemax 50 schrumpfen würde.

Auch sei für die Deutsche Börse eine nachträgliche Verpflichtung der Vorstände und Aufsichtsräte, den Handel mit Unternehmensaktien vorab zu melden, kaum durchsetzbar. Diese Verpflichtung würde zu weit in die Privatsphäre der Personen eingreifen, sagte Riess. Man habe privatrechtliche Verträge mit dem Unternehmen und nicht mit deren Vorständen oder Aufsehern.

Potthoff sagte, dass der Gesetzgeber im gerade diskutierten vierten Finanzmarkt-Föderungsgesetz Maßnahmen ergreifen könne. Auch an der Nasdaq sei es nicht so, dass die US-Börse die Vorabmeldung von den Vorständen fordere. "Die Verkäufe müssen der Börsenaufsicht SEC gemeldet werden, die dann entscheidet, ob die Verkäufe veröffentlicht werden", sagte Potthoff. Fraglich sei nach Meinung Potthoffs, ob der Verkauf oder Kauf von Aktien keine Ad-Hoc-pflichtige Tatsache ist.

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