Keine Schuld an der Katastrophe
Milde Strafen im Enschede-Prozess

Im Prozess um die Feuerwerkskatastrophe im niederländischen Enschede hat das Gericht am Dienstag milde Haftstrafen verhängt.

dpa AMELO. Die beiden angeklagten Direktoren der Fabrik S.E. Fireworks, Ruud Bakker und Wim Pater, wurden in Almelo zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, davon drei Monate auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu 30 Monate Gefängnis gefordert. Die Fabrik war am 13. Mai 2000 explodiert. Dabei starben 22 Menschen, hunderte wurden verletzt, ein ganzes Wohnviertel wurde verwüstet.

Die beiden Direktoren hätten zwar die Umweltbestimmungen verletzt, erklärte das Gericht, doch träfe sie keine Schuld an der Katastrophe. Das Gericht sprach Bakker und Pater damit von dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei.

Scharfe Kritik übten die Richter an den Behörden. Sie hätten zugelassen, dass mitten in einem Wohngebiet hochexplosives Material gelagert wurde. Die Untersuchungshaft von drei Monaten wurde auf die Strafe angerechnet.

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