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Keine Siege für deutsche Trainer in der WM-Quali

Berti Vogts und Lothar Matthäus haben in der Qualifikation zur Fußball-WM 2006 bittere Niederlagen mit ihren Mannschaften erlebt. Auch Europameister-Trainer Otto Rehhagel ist mit seinen Griechen um eine Enttäuschung reicher.

dpa HAMBURG. Berti Vogts und Lothar Matthäus haben in der Qualifikation zur Fußball-WM 2006 bittere Niederlagen mit ihren Mannschaften erlebt. Auch Europameister-Trainer Otto Rehhagel ist mit seinen Griechen um eine Enttäuschung reicher.

In der Gruppe zwei kam Erfolgscoach Rehhagel in der Ukraine nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und muss nach dem dritten Spiel fürchten, auf dem Weg nach Deutschland den Anschluss zu verlieren. Andrej Schewtschenko (48.) hatte Tabellenführer Ukraine in Führung gebracht, Vassilis Tsartas (82.) verhinderte eine Niederlage.

Eine gründliche Blamage leistete sich Portugal. Der Vize-Europameister kam in Gruppe drei trotz einer 2:0-Führung über ein 2:2 in Liechtenstein nicht hinaus. Für die Gastgeber war das der erste Punkt überhaupt in einer WM-Qualifikation. Ebenfalls nur 2:2 spielten die Niederlande in Mazedonien (Gruppe 1) und die Schweiz in Israel. Auch Ex-Weltmeister Frankreich kam in Gruppe vier beim 0:0 gegen Irland in Paris über ein Unentschieden nicht hinaus. Der dreimalige Weltmeister Italien musste sich in Gruppe fünf trotz des Comebacks von Francesco Totti durch einen Treffer von Tisnikar mit 0:1 in Slowenien geschlagen geben.

Österreich verlor vor heimischer Kulisse in Wien mit 1:3 gegen Polen und wird es nun sehr schwer haben, in der Gruppe sechs die WM-Endrunde in Deutschland zu erreichen. Dagegen machte Argentinien in der Südamerika-Qualifikation nach dem 4:2 im Duell zweier Zweifach-Weltmeister gegen Uruguay einen großen Schritt in diese Richtung.

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts erlebte eine neue große Enttäuschung. Er verlor mit den Schotten in Glasgow gegen Norwegen mit 0:1 (0:0). Das Siegtor für die Gäste erzielte Steffen Iversen (54.) per Handelfmeter, den James Mcfadden verschuldet hatte. Der Stürmer hatte vor der eigenen Torlinie den Ball mit der Hand gestoppt und dafür die Rote Karte gesehen. Er wird im nächsten Spiel der Schotten in Moldawien fehlen. Durch die Niederlage wächst der Druck auf den umstrittenen Vogts. Seine Schotten sind in der Gruppe fünf nach zwei Qualifikationsspielen noch ohne Sieg, die Norweger feierten indes in der dritten Partie den ersten Erfolg.

Deutschlands Rekord-Nationalspieler Matthäus kam mit den Ungarn in Stockholm gegen Schweden gleich mit 0:3 (0:1) unter die Räder. Fredrik Ljungberg (26.), Henrik Larsson (50.) und Anders Svensson (67.) sorgten für den klaren Sieg der Gastgeber. Die Ungarn müssen in der Qualifikations-Gruppe acht ihre Ambitionen nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel zurückschrauben.

Dank des frühen Treffers von Frank Lampard (3.) und des Traumtores von David Beckham (76.) kam England in Manchester im 98. britischen Derby gegen Wales zu einem sicheren 2:0 (1:0). Das Team des schwedischen Trainers Sven-Göran Eriksson blieb vor 65 224 Zuschauern auch im dritten Spiel in der Gruppe sechs ohne Niederlage und setzte sich mit sieben Zählern an der Tabellenspitze fest. Einziger Wermutstropfen: Beckham zog sich nach seinem Treffer einen Haarriss in einer Rippe zu. Er muss allerdings wegen einer Gelbsperre im nächsten Spiel in Aserbaidschan ohnehin zu Hause bleiben.

In der Gruppe 1 feierte Finnland mit dem 3:1 (2:1) gegen Armenien den dritten Sieg im vierten Spiel und übernahm die Tabellenspitze. Tschechien kam in Prag in der selben Gruppe zum ersten Erfolg. Der Dortmunder Jan Koller (36.) erzielte beim 1:0 (1:0) gegen den bisherigen Tabellenführer Rumänien den entscheidenden Treffer per Foulelfmeter. Mit seinem 30. Länderspiel-Tor beendet der Stürmer die 346 Minuten dauernde Torflaute der Tschechen.

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