Keine Spielräume für notwendige Investitionen
Mittelstand befürchtet wieder über 30 000 Insolvenzen

Der deutsche Mittelstand befürchtet in diesem Jahr wieder weit über 30 000 Firmenzusammenbrüche. Sinkende Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigung ließen für 2003 eine ähnlich hohe Zahl an Insolvenzen wie 2002 erwarten, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Dieter Philipp, am Samstag in Dresden laut Redemanuskript.

HB/dpa DRESDEN. Er sprach beim 17. Bundesverbandstag der Betriebswirte des Handwerks. Im vergangenen Jahr gab es laut Philipp 37 700 Insolvenzen im Mittelstand. Das Handwerk baute bundesweit fast 300 000 Stellen ab.

Fatal sei vor allem das Aus für gesunde Betriebe, sagte Philipp. Sie würden sich unter anderem vom Markt verabschieden, weil sie keine Spielräume mehr für notwendige Investitionen sähen. Viele Handwerker und Mittelständler hätten darüber hinaus in den vergangenen Jahren keine Gewinne mehr gemacht. Ihre finanzielle Substanz sei zum großen Teil aufgebraucht.

Das Verhältnis von Staat und Wirtschaft stimme nicht, sagte Philipp. Die Steuerpolitik entscheide zunehmend über den Erfolg von Betrieben. Auch die Bürokratie sei ein Hemmschuh. Etwa die Hälfte der Handwerksbetriebe beklagt einer ZDH-Umfrage zufolge bürokratische Belastungen als ernsthafte Bedrohung für den Firmenerfolg.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%