Keine staatliche Ordnung
USA vermuten Somalia als El-Kaida-Unterschlupf

Außenminister Powell geht davon aus, dass sich Mitglieder der Islamisten-Organisation bereits in dem Land aufhalten.

Reuters WASHINGTON. Die USA befürchten, dass sich die Islamisten-Organisation El Kaida nach der Zerschlagung in Afghanistan im Ausland neu formieren wird. Besonderes Augenmerk gelte Somalia, sagte Außenminister Colin Powell der "Washington Post", die seine Einschätzung am Freitag veröffentlichte. El Kaida könnte sich zu Nutze machen, dass es dort keine staatliche Ordnung gebe.

Das Chaos in Somalia sei eine Einladung an solche Leute, sagte Powell. "Deshalb haben wir Somalia im Auge - nicht um Somalia als Land oder Regierung zu verfolgen, sondern weil wir besonders aufmerksam registrieren, dass Somalia ein Platz sein könnte, wo diese Leute Unterschlupf finden." Powell geht davon aus, dass sich bereits El-Kaida-Leute in Somalia aufhalten.

Powell sprach auch die Möglichkeit an, dass die USA bei ihrem Feldzug gegen den internationalen Terrorismus Irak ins Visier nehmen könnten. Er gab aber zu bedenken, dass ein militärischer Erfolg in Afghanistan keinen Erfolg in Irak garantiere. Die beiden Staaten seien zu unterschiedlich.

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