Keine stabile Aussage möglich
Axa Deutschland sieht Gewinnziel gefährdet

Der Versicherer Axa Deutschland wird angesichts der Flaute an den Kapitalmärkten sein ursprüngliches Gewinnziel für 2002 möglicherweise nicht erreichen.

Reuters KÖLN. "Wir wollten den Gewinn steigern. Ob sich das realisieren lässt, ist angesichts der Kapitalmarktentwicklung in den letzten Wochen nicht mehr einzuschätzen", sagte ein Sprecher der Axa Konzern AG am Donnerstag. Auf Grund der volatilen Börsen sei auch keine stabile Aussage zur Entwicklung der Überschussbeteiligung möglich. Trotz der höheren Rückversicherungsprämien und der Hochwasserschäden gehe Axa Deutschland allerdings auf Grund der laufenden Sanierung für 2002 von besseren versicherungstechnischen Ergebnissen im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft aus.

Ende Mai hatte der Versicherer für dieses Jahr noch ein leicht verbessertes Ergebnis in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte sich der Netto-Gewinn vor allem wegen einer steuerlichen Sonderbelastung auf 73 Millionen Euro von zuvor 205 Millionen Euro verringert. Die Überschussbeteiligung der Kapitallebensversicherungen bewegen sich für 2002 Unternehmensangaben zufolge zwischen 6,55 und 6,85 Prozent. Über die Überschussbeteiligung 2003 werde im November entschieden.

Bei den Beitragseinnahmen erwartet Axa Deutschland für 2002 weiterhin einen Rückgang um drei Prozent. Dies sei jedoch fast ausschließlich auf die Ausgliederung des internationalen Großkundengeschäft zurückzuführen. Ohne diesen Effekt würden die Einnahmen leicht steigen. Im ersten Halbjahr 2002 seien die Einnahmen auf Grund dieses Sondereffekts um 1,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesunken. Ohne den Effekt wären die Einnahmen um 0,6 Prozent zurückgegangen. Während die Axa Krankenversicherung im ersten Halbjahr einen Beitragszuwachs von 12,3 Prozent verbucht und die Lebensversicherung ein Plus um 3,1 Prozent, gingen die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung um 8,0 Prozent zurück.

Das Kapitalanlageergebnis von Axa sank im ersten Halbjahr um 12,7 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro, wie die Gesellschaft weiter mitteilte. Der Kapitalanlagebestand sei um zwei Prozent auf 34,6 Milliarden Euro angestiegen. Die Bewertungsreserven auf die gesamten Kapitalanlagen haben sich gegenüber dem Jahresende 2001 von 3,2 Milliarden Euro auf 1,6 Milliarden Euro halbiert. Zur Ergebnisentwicklung machte der Versicherer nach den ersten sechs Monaten keine Angaben.

Die Muttergesellschaft, der europaweit zweitgrößte Versicherungskonzern Axa, hatte am Tag zuvor angesichts der schwachen Aktienmärkte einen niedrigeren Halbjahresgewinn vorgelegt, damit aber die Analystenerwartungen übertroffen. Während der Nettogewinn um 32 Prozent auf 840 Millionen Euro fiel, stieg der operative Gewinn um 17 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro, wie Axa in Paris mitgeteilt hatte.

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