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Keine Standortschließungen bei Opel

Beim verlustreichen Autohersteller Opel wird es in Deutschland und dem übrigen Europa bei den Tochtergesellschaften von General Motors (GM) weder Standortschließungen noch betriebsbedingte Kündigungen geben.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. Darauf einigten sich die Konzernführung und der Betriebsrat am Montag, wie Unternehmenssprecher Rüdiger Assion in Rüsselsheim sagte. "Damit sind die Kernprobleme für die Restrukturierung vom Tisch." Die Runde sei in mehrstündigen Gesprächen zu dem Ergebnis gekommen, dass auf die Schließung eines "kompletten Standorts" verzichtet werden könne. "Stellen werden nur sozialverträglich abgebaut." Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Nach der grundsätzlichen Einigung könnten jetzt Einzelheiten des Konzepts ausgearbeitet werden, sagte Assion AFP. Mit einem Ergebnis sei nicht vor Ende September zu rechnen.

Opel baut derzeit in Deutschland im Stammwerk Rüsselsheim sowie an den westdeutschen Standorten Bochum und Kaiserslautern sowie im ostdeutschen Eisenach. Dazu kommen Werke unter anderem im spanischen Saragossa, im portugiesischen Azambuja, im belgischen Antwerpen und im polnischen Gleiwitz. Auch die Opel-Tochter Vauxhall betreibt mehrere Fertigungsstätten.

Mit dem Verzicht auf Standortschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sind die Vorbedingungen der Arbeitnehmer für Verhandlungen über das Opel-Sanierungskonzept "Olympia" erfüllt. Firmenchef Carl-Peter Forster hatte das Konzept am vergangenen Mittwoch vorgestellt. Danach sollten wegen hoher Verluste die Kapazitäten des Unternehmens um 15 % vermindert werden, was einen Rückgang der Autoproduktion um etwa 350 000 Fahrzeuge bedeutet. Außerdem sollten Arbeitsplätze im "kleinen einstelligen Tausenderbereich" wegfallen. Opel hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 835 Mill. DM (427 Mill. ?) eingefahren. Auch in diesem Jahr wird das Tochter-Unternehmen des US-Autogiganten General Motors (GM) voraussichtlich einen Verlust in dreistellig er Millionenhöhe schreiben.

An den von Forster geleiteten Gesprächen nahmen neben weiteren Vertretern der Konzernspitze das Europäische Arbeitnehmerforum teil, dem auch die Betriebsräte der ingesamt rund 85 000 Beschäftigten der Adam Opel AG in Europa angehören.

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