Keine Stellenstreichungen vorgesehen
Boeing legt Raumfahrt- und Rüstungssparten zusammen

Der weltweit größte Flugzeughersteller Boeing wird nach eigenen Angaben seine leistungsschwache Raumfahrtsparte mit dem expandierenden Militärflugzeug- und Raketenbereich zusammenlegen.

Reuters CHICAGO. In der neuen Einheit würden unter Leitung von Jim Albaugh Programme zusammengefügt, die vom Bau von Kampfflugzeugen bis zur Herstellung von Satelliten reichten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Chicago mit. Der Hauptsitz der neuen Einheit werde St. Louis sein. Im Rahmen der Zusammenlegung seien keine Sonderbelastungen und auch zu erwarten.

Die neue Verteidigungssystem-Sparte werde 78 600 Mitarbeiter beschäftigen, mehr als die zivile Flugzeugsparte. Im zivilen Flugzeugbau senkt Boeing derzeit angesichts der schwachen Nachfrage die Produktion und baut etwa 30 000 Arbeitsplätze ab. Derzeit beschäftigt Boeing über 70 000 Mitarbeiter in der Flugzeugherstellung in Seattle.

Im neuen Rüstungsbereich werde bereits in diesem Jahr fast so viel umgesetzt wie im zivilen Flugzeugbau, sagten Analysten. Im kommenden Jahr könnte der Umsatz des Rüstungsbereichs sogar höher als der des zivilen Flugzeugbau-Bereichs sein. Im vergangenen Jahr wurde im kombinierten Raumfahrt- und Rüstungsbereich ein Umsatz von 23 Milliarden Dollar erzielt. Im zivilen Flugzeugbau hatte der Umsatz 35 Milliarden Dollar betragen. Der Kurs der Boeing-Aktie fiel an der Wall Street in einem schwächeren Marktumfeld um 5,37 Prozent auf 40,89 Dollar.

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