Keine Stellungnahme von den Unternehmen
AT&T und AOL diskutieren Fusion der Kabelfernseh-Sparten

AT&T spricht mit AOL Time Warner über eine mögliche Fusion der Kabelfernsehsystem-Operationen beider Unternehmen. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe berichtet, gehe es dabei um eine "freundliche Transaktion".

dpa-afx NEW YORK. Der amerikanische Telekom-Branchenführer AT&T ist auch die größte amerikanische Kabelfernsehfirma. Der Medien- und Online-Riese AOL Time Warner ist der zweitgrößte US-Betreiber von Kabelfernsehsystemen.

Auch Comcast interessiert

AT&T versucht eine Offerte des drittgrößten Mitspielers Comcast in Höhe von 40 Mrd. US-Dollar für seine Kabelfernsehsparte AT&T Broadband abzuwehren. AT&T hatte das Comcast-Angebot abgelehnt, da es nicht den vollen Wert der Kabelfernsehoperationen reflektiere. AT&T hatte aber gleichzeitig angekündigt, dass das Unternehmen "finanzielle und strategische Alternativen" untersuchen wolle. AOL und AT&T hätten kurz nach der Bekanntgabe des Comcast-Angebots mit ihren Gesprächen begonnen.

Die Unternehmen gabe keine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die Gespräche seien in der Konzeptphase und seien sehr fließend, schrieb die Zeitung. Es sei kein formeller Vorschlag auf dem Tisch. Es könnte auch sein, dass es nie zu einer Transaktion komme. AT&T habe Unterhaltungen mit mehreren Medien- und Kabelfernsehfirmen geführt.

AT&T würde seine Breitband-Sparte verselbstständigen und sie gleichzeitig mit dem AOL-Kabelfernsehgeschäft fusionieren. Die AT&T-Aktionäre würden mindestens 50 Prozent und AOL rund 45 Prozent der fusionierten Firma halten. AOL könnte die effektive betriebliche Kontrolle erhalten.

Komplexe Transaktion

Als Teil der komplexen Transaktion würde AOL in den vollen Besitz des Warner Bros.-Filmstudios und des Kabelfernseh-Filmkanals Home Box Office kommen. Sie sind beide Teil der Time Warner Entertainment. AT&T ist zu 25,5 Prozent an Time Warner Entertainment beteiligt. Die beiden Unternehmen konnten sich bisher aus preislichen Gründen nicht über den Verkauf des AT&T-Anteils an AOL einigen.

Die Zeitung hob die kartellrechtlichen Untersuchungen hervor, die eine solche Transaktion hervorrufen würde. AOL würde durch einen Zusammenschluss der Kabelfernsehoperationen beider Unternehmen mehr seiner Kunden Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet ermöglichen. Die beiden Firmen könnten aber auch auf eine Fusion der Kabelfernseh- Operationen verzichten und ein Joint-Venture bilden.

AT&T wird nach Darstellung des "Wall Street Journal" wahrscheinlich auch mit mehreren anderen Firmen Gespräche führen.

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