Keine Stellungnahmen der Unternehmen
Fraport-Manager wechselt zu Conti

Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental bekommt nach drei Jahren wieder einen alleinverantwortlichen Finanzvorstand. Berufen werden soll der bisherige Leiter der Finanzabteilung des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, Alan Hippe.

Reuters HANNOVER. Ein Fraport-Sprecher bestätigte am Dienstag entsprechende Informationen: "Hippe wird neuer Finanzvorstand bei Conti." Der Termin stehe noch nicht fest. Fraport hoffe, dass Hippe noch die Arbeiten an der Bilanz für das Geschäftsjahr 2001 abschließt. Conti wollte die Entscheidung zunächst nicht kommentieren, kündigte aber noch für Dienstag eine Personalmitteilung an. In Unternehmenskreisen hieß es, die Entscheidung für Hippe sei im Aufsichtsrat einvernehmlich getroffen worden.

Mit dem 35-jährigen Hippe wird die Continental AG nach drei Jahren erstmals wieder einen reinen Finanzvorstand haben. Seit dem Ausscheiden von Jens-P. Howaldt im Juni 1999 war Arbeitsdirektor Klaus Friedland im Conti-Vorstand auch für die Finanzen verantwortlich. Vorstand und Aufsichtsrat hatten wegen der gewachsenen Aufgaben des Arbeitsdirektors in Folge des Bremsenherstellers Teves und des Elektronikspezialisten Temic entschieden, die beiden Ressorts wieder auf zwei Schultern zu verteilen.

Hippe war bislang bei Fraport als Senior Vice President unterhalb des Vorstandes für Controlling, Finanzen und Rechnungswesen verantwortlich. Hippe war im vorigen Jahr einer von zwei Verantwortlichen für den Börsengang von Fraport. Für gut ein Viertel der Anteile flossen dem Betreiber des größten deutschen Flughafens brutto 904 Mill. Euro zu.

Der Manager wechselt in einer schwierigen Zeit zum weltweit viertgrößten Reifenkonzern. Auf Grund von außerordentlichen Belastungen aus mehreren Werksschließungen und der schwachen Nachfrage bei Lkw-Reifen erwartet Conti für 2001 erstmals nach zehn Jahren wieder einen Verlust. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte nach inoffiziellen Angaben aus Branchenkreisen bei rund minus 250 Mill. Euro liegen. Allerdings plant der seit vorigen September amtierende Vorstandschef Manfred Wennemer bereits für dieses Jahr wieder einen Gewinn auf dem Rekordniveau von 2000, als 432 Mill. Euro Ebit ausgewiesen wurden.

Die beiden im M-Dax notierten Aktien von Conti und Fraport legten am Dienstag stärker zu als der Markt. Conti stiegen bis zum Mittag um 2,5 % auf 16,60 Euro, Fraport um zwei Prozent auf 29,50 Euro.

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