keine Toten
Millionen-Schäden durch schwere Gewitter

Schwere Gewitterstürme haben am Dienstagabend von Ostbelgien über die Eifel bis nach Hessen gewütet. Im Eifeldorf Acht brachte ein Mini-Tornado zwei Häuser zum Einsturz. Die Schäden allein in Rheinland-Pfalz liegen nach ersten Schätzungen der Einsatzkräfte vom Mittwoch in Millionenhöhe. In Trier wurden eine 53 Jahre alte Frau und ein 22-Jähriger verletzt, als Baumteile auf ihre Autos knallten. Weitere Verletzte gab es nicht. In Ostbelgien brach teilweise die Stromversorgung zusammen, weil Masten umknickten.

HB/dpa KOBLENZ/BRÜSSEL. Außerdem kämpften die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk gegen überflutete Keller und Blitzeinschläge. Am schlimmsten betroffen waren die Dörfer Schlausenbach und Acht in der Eifel. Der Mini-Tornado, wie eine Windhose auch bezeichnet wird, brachte in Acht nicht nur die beiden Häuser zum Einsturz, sondern deckte bei fünf weiteren Gebäuden Dächer ab. "Fast 50 Prozent aller Häuser wurden beschädigt", sagte ein Polizeisprecher. In Schlausenbach riss der Mini-Tornado die Dächer von 13 Häusern ab, auch hier stürzte ein Gebäude ein. An allen etwa 50 Häusern des kleinen Ortes entstanden kleine und größere Schäden. Mehr als 20 Menschen mussten in Behelfsunterkünfte ausweichen. Allein in dieser Region seien mehr als 250 Einsatzkräfte nötig gewesen.

Auch der Verkehr brach wegen der Unwetter vielerorts zusammen. Auf den Autobahnen Ludwigshafen-Köln (A 61) und Frankfurt-Köln (A 3) "mussten die Autofahrer wegen stärkster Niederschlagsmengen stehen bleiben", wie die Polizei berichtete. Auf der A 3 bei Neustadt/Wied sei Geröll auf die Fahrbahn geschwemmt worden. Vielerorts zerriss der Sturm Stromleitungen, auch am Mittwoch waren die Schäden noch nicht überall wieder behoben. Umgestürzte Bäume und Trümmerteile sowie Schlamm und Geröll versperrten noch einzelne Straßen.

Im Osten Belgiens wurden Bäume wurden entwurzelt und Strommasten umgeknickt. In der Gemeinde Bertogne nahe der deutschen Grenze wirbelte ein Mini-Tornado dermaßen Staub auf, dass Augenzeugen nicht weiter als zehn Meter schauen konnten. "Vor meinem Haus knickte eine hundertjährige Buche zusammen", berichtete ein Anwohner. "So habe ich mich in meinem Leben noch nicht gefürchtet."

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