Keine Übermacht mehr zu befürchten
Bertelsmann darf Heyne übernehmen

Das Bundeskartellamt hat nach langen Verhandlungen und umfangreichen Zugeständnisse des zum Medienriesen Bertelsmann gehörenden Verlags Random House die Übernahme des Heyne-Verlags genehmigt.

HB DÜSSELDORF. Damit baut der Gütersloher Medienkonzern seine Position auf dem deutschen Taschenbuchmarkt aus. Nachdem Random House von weiter gehenden Übernahmeplänen, die die gesamte Buchverlagsgruppe Ullstein Heyne List von der Axel Springer AG betrafen, abgerückt sei, könne für den Erwerb grünes Licht gegeben werden, teilte das Kartellamt am Dienstag in Bonn mit. Mit der Beschränkung der Übernahme auf den Heyne-Verlag habe Bertelsmann den Bedenken des Kartellamts Rechnung getragen.

Random House hatte im Januar 2003 die Verlagsgruppe Ullstein Heyne List von Axel Springer gekauft. Nachdem das Kartellamt aber Bedenken gegen die Übernahme angemeldet hatte, weil die Gruppe eine zu dominante Stellung auf dem Taschenbuchmarkt einnehmen würde, hatte Random House vorgeschlagen, nur den größeren Heyne Verlag zu übernehmen. Die Verlage Econ, Ullstein, List und Claasen verkaufte Random bereits an den schwedischen Medienkonzern Bonnier.

Random House hatte dann nur noch die Heyne-Übernahme zur Genehmigung bei den Kartellwächtern angemeldet, teilte das Kartellamt weiter mit. Zudem wollten Random House und Heyne einzelne Verlagsteile abgeben. Nach Angaben einer Sprecherin beließ Heyne dazu unter anderem zwei Taschenbuchreihen bei Ullstein.

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