Keine Überraschungen aus Sicht von Analysten
Umweltkontor bekräftigt Wachstumsziele für 2002

Der Dienstleister für erneuerbare Energien Umweltkontor hat seine Wachstumsprognosen für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Bei Umsatz und Ergebnis sei 2002 eine Steigerung von 30 bis 50 % sowie eine ansteigende Ertragsmarge geplant, teilte das im Auswahlindex Nemax50 gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Erste Umsatz- und Ergebnisbeiträge der europäischen Tochtergesellschaften seien jedoch erst ab 2003 zu erwarten.

Reuters FRANKFURT. In den kommenden Jahren werde sich Umweltkontor auch weiterhin auf die Kernkompetenz Windenergie konzentrieren, teilte die Firma weiter mit. Zielmärkte mit Priorität würden dabei Deutschland, Spanien und Italien sein. "Wir gehen davon aus, dass im laufenden Jahr die Realisierungsphase für Projekte in diesen internationalen Märkten beginnen wird", sagte der technische Vorstand des Unternehmens, Leo Noethlichs. Mittelfristig sollten etwa zwei Drittel der Umsätze außerhalb von Deutschland erwirtschaftet werden. Die Aktivitäten der Felder Biomasse und Wasserkraft sollten in eigenständige Unternehmen ausgelagert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Umweltkontor seine Prognosen trotz einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung, besonders im vierten Quartal, nicht erreicht. Wegen neuer gesetzlicher Genehmigungsbestimmungen hatten sich nach Angaben des Unternehmens für 2001 geplante Windparkprojekte zeitlich verzögert. Der Umsatz belief sich 2001 den Angaben zufolge auf 164,2 (Vorjahr: 87,2) Mill. ? und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern vor Goodwill auf 11,9 (6,2) Mill. ?.

Analysten zufolge gab es bei den vorgelegten Zahlen für 2001 keine Überraschungen. "Es gibt aber noch einige offene Fragen, zum Beispiel bei der Auslandsexpansion und der Realisierung der Biomasseprojekte", sagte Henrik Lier von der WestLB Panmure. Lier bewertet die Aktie derzeit mit "Neutral" bei einem Kurziel von 8,50 ?. Ein anderer Analyst sagte, die geplante Auslandsexpansion gestalte sich wohl teurer, als vom Unternehmen gedacht. "Dadurch könnte das langfristige Wachstum bei den ausländischen Projekten gehemmt werden", sagte er. Das Unternehmen hatte im November eingeräumt, dass die geplante Auslandsexpansion zögerlich verlaufe.

Umweltkontor realisiert Anlagen, die auf Basis von Wind- und Wasserkraft, Sonnenstrahlung und Biomasse elektrische Energie erzeugen. Nach Genehmigung der Anlagen werden diese über Fonds finanziert und für 20 Jahre von dem Unternehmen für die Geldgeber verwaltet.

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