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Keine Überraschungen bei niedersächsischen Stichwahlen

Bei den 61 Stichwahlen zur niedersächsischen Kommunalwahl haben SPD und CDU ihre Positionen am Sonntag verteidigt. Die Kandidaten der SPD siegten in der Region Hannover und in Oldenburg.

ddp HANNOVER. Die CDU stellt dafür in der sozialdemokratischen Hochburg Braunschweig den Oberbürgermeister. Beide Parteien bezeichneten ihr Abschneiden als erfreulich. Nur 39,1 % der rund 2,5 Mill. Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Bei der ersten Runde der Kommunalwahlen am 9. September waren es noch 56,2 % gewesen.

SPD-Landeschefin Edelgard Bulmahn zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass ihre Partei nach dem Rathaus von Hannover auch bei den Stichwahlen zum dortigen Regionspräsidenten gesiegt habe. Außerdem habe die SPD "die Stadt Oldenburg zurückgewonnen und das ist ein großer Erfolg", sagte die Bundesbildungsministerin. Für den niedersächsischen CDU-Chef Christian Wulff sind die Stichwahlen "das Sahnehäubchen auf den Kommunalwahlsieg der CDU". Er freue sich besonders über das gute Abschneiden des Braunschweiger Kandidaten.

Die CDU bleibt auf kommunaler Ebene in Niedersachsen die stärkste Partei. Bei der Kommunal- und der Stichwahl siegten ihre Kandidaten insgesamt 82 Mal. Die SPD konnte sich 72 Mal durchsetzten, die FDP erzielte in den Kommunen zwei Siege, Wählergemeinschaften waren 5 Mal erfolgreich, außerdem machten 56 Eigenbewerber das Rennen.

In der Region Hannover wurde der Sozialdemokrat Michael Arndt mit 55,3 % der Stimmen zum ersten Regionspräsidenten gewählt. Schon bei der Kommunalwahl am 9. September hatte er mit 46,5 % vor Michael Fastabend (CDU) gelegen, der nach 38,3 % in der zweiten Runde mit 44,7 % unterlag. Dort lag die Wahlbeteiligung mit 30,8 % der rund 866 000 Wähler landesweit am niedrigsten.

Oldenburg ist mit dem Sieg des SPD-Kandidaten Dietmar Schütz, der 65,4 % erhielt, wieder in der Hand der Sozialdemokraten. CDU-Amtsinhaber Jürgen Poeschel zog mit nur 34,6 % den Kürzeren. Schon in der ersten Runde war er dem Sozialdemokraten mit 33,5 % gegen 48,7 % unterlegen.

Dagegen regiert in der einstigen SPD-Hochburg Braunschweig künftig Gert Hoffmann von der CDU als Oberbürgermeister. Er erhielt 57,4 % der Stimmen, sein Kontrahent von der SPD, Gernot Tratsch, kam auf 42,6 %. Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) bezeichnete das Braunschweiger Ergebnis "als mehr als nur einen Wehrmutstropfen für die SPD". Die Partei müsse hier über neue Strategien beraten.

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