"Keine Überraschungen"
Daimler-Chrysler auf Verkaufslisten

Die Aktien von Daimler-Chrysler haben am Freitag im Vorfeld der erwarteten Sanierungspläne für die angeschlagene US-Sparte Chrysler deutlich nachgegeben. Der Titel verlor bis 11.30 Uhr 3,25 % auf 52,92 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. "Auf der heutigen Aufsichtsratsitzung werden wohl keine Riesenüberraschungen mehr beschlossen werden", sagte Analyst Jan Grießhammer von Helaba Trust Management. Daher verkauften viele Investoren, bevor der offizielle Sanierungsplan für Chrysler am Montag bekannt gegeben wird.

Als "beschlossene Sache" gelte inzwischen der Komponentenaustausch zwischen Mercedes und Chrysler. "Mercedes-Motoren werten Chrysler sicher auf", so Grießhammer weiter. Ob die Einsparungen bei den US-Zulieferern um 5 oder 4,5 % herunter gehandelt werden könnten, sei noch nicht klar. Fest stehe jedoch, dass diese Kürzungen kurzfristig den Löwenanteil der geplanten Restruktu rierungsmaßnahmen ausmachten.

Die aktuellen Kursverluste begründete der Analyst auch mit Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Zuwächsen von rund 30 %. Grießhammer beließ die Aktie in seiner Bewertung aber zunächst auf "Neutral". Mit einer Einschränkung: "Im Falle einer Abspaltung oder eines Verkaufs der asiatischen Beteiligungen sehe ich großes Kurspotenzial."

Daimler-Chrysler ist derzeit mit 34 % an Mitsubishi Motors beteiligt und hat eine Marktkapitalisierung von rund 55 Mrd. Euro. Der Anteil der Stuttgarter an dem südkoreanischen Autobauer Hyundai Motor soll von neun auf zehn Prozent aufgestockt werden.

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