Keine Umsatzsteigerungen erwartet
Abgestürzter Börsenstar Emprise kommt wieder hoch

Die Hamburger Emprise-Gruppe, der bereits das Totenglöcklein geläutet wurde, überraschte am Mittwoch mit einer Gewinnmeldung: Der Dienstleister in der Informationstechnik habe im dritten Quartal 2001 bei einem Umsatz von rund 20 Mill. DM (10,2 Mill. Euro) einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 1,4 Mill. DM erreicht, teilte das Unternehmen in Hamburg mit.

dpa HAMBURG. Auch im vierten Quartal werde Emprise schwarze Zahlen schreiben, sagte Vorstand Bernhard Mannheim der dpa. "Für das Gesamtjahr sind wegen der Verluste aus dem ersten Halbjahr allerdings noch keine Gewinne zu erwarten", erklärte er.

Mannheim machte vier Faktoren für die Trendwende nach sechs Verlustquartalen verantwortlich: Emprise habe die Beteiligung an der Tochter mediascape reduziert sowie fast alle weiteren Töchter im Ausland geschlossen oder verkauft. Damit seien wesentliche Verlustquellen geschlossen. Zusätzlich habe das Unternehmen drei Gesellschaften in Deutschland dichtgemacht und die vorhandenen Kerngeschäfte schlanker und effektiver gestaltet. Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen beschäftigt bei einem erwarteten Umsatz von 81 Mill. DM jetzt noch 200 feste Mitarbeiter, halb so viele wie früher.

Emprise war mit einem Spitzenkurs von 245 Euro und Kursgewinnen von über 1000 % einer der Börsenstars am Neuen Markt, bis das Grundkapital verbraucht war, die Pleite drohte und der Kurs auf unter 2 Euro stürzte. Am Mittwoch reagierte die Aktie bis zum Mittag mit einem kräftigen Kursplus von 8 bis 10 % auf 4,30 Euro auf die Gewinnmeldung. Mannheim will das Unternehmen auch im kommenden Jahr in der Gewinnzone halten; genaue Plandaten liegen aber noch nicht vor. "Mit großartigen Umsatzsteigerungen rechne ich angesichts der Branchenkonjunktur allerdings nicht", sagte er.

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