Keine unabhängige Bestätigung
Taliban: 20 Ausländer bei Angriff auf Nordallianz getötet

Bei einem Angriff der Taliban-Miliz auf einen Konvoi der Nordallianz sind nach Taliban-Angaben 50 Menschen getötet worden, darunter auch 20 US-Bürger und Briten.

afp ISLAMABAD/WASHINGTON. Die Kämpfer hätten den Konvoi am Dienstag in Bangi zwischen Kunduz und Talokan im Norden des Landes angegriffen, meldete die Nachrichtenagentur AIP am Mittwoch unter Berufung auf Taliban-Sprecher Mullah Abdullah.

Die 30 anderen Toten seien Mitglieder der Nordallianz gewesen. Ob es sich bei den getöteten Ausländern um Soldaten handelte, war vorerst unklar. Auch eine unabhängige Bestätigung für den Bericht gab es nicht.

Das US-Verteidigungsministerium hat Berichte der Taliban über einen Angriff auf einen Konvoi der Nordallianz nicht bestätigt, bei dem auch 20 Ausländer getötet worden sein sollen. Ein Pentagon-Sprecher sagte am Mittwoch, entsprechende Informationen lägen dem Ministerium nicht vor. Behauptungen der Taliban hätten sich in der Vergangenheit wiederholt als falsch oder übertrieben erwiesen. Die afghanische Nachrichtenagentur AIP hatte unter Berufung auf Taliban-Sprecher Mullah Abdullah gemeldet, bei dem Angriff in Bangi zwischen Kundus und Talokan im Norden des Landes seien am Dienstag 20 Ausländer, unter ihnen US-Bürger und Briten, getötet worden. Die 30 weiteren Opfer seien Mitglieder der Nordallianz gewesen.

Das Pentagon warnte davor, angesichts der anhaltenden Niederlagen der Taliban bereits von deren Zusammenbruch zu sprechen. Derartige Meldungen seien "verfrüht", sagte Konteradmiral John Stufflebeem. Der Krieg sei noch nicht zu Ende. Auch US-Präsident George W. Bush ließ über seinen Sprecher Ari Fleischer erklären, Ziel bleibe die Zerstörung von Osama bin Ladens Netzwerk El Kaida und die Vertreibung der Taliban von der Macht. Zugleich äußerte sich Bush "sehr zufrieden" über die derzeitige Entwicklung im Afghanistan-Krieg.

AIP zufolge wurden auch bei Kämpfen bei Bangi Ausländer getötet. Es handle sich "wahrscheinlich" um US-Bürger. Zur Zahl der Toten machte die Agentur keine Angaben.

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