Keine Unternehmensmeldungen
Desinteresse an Dax-Aktien

Der Standardwerte-Index pendelt um sein Vortagesniveau.

vwd FRANKFURT. Mit etwas leichteren Kursen präsentiert sich der deutsche Aktienmarkt am Freitagmittag. Der Dax pendelt um sein Vortagesniveau und verliert bis 12.30 Uhr 33 Punkte oder 0,5 Prozent auf 6.670 Punkte. Bei sehr geringen Umsätzen "spiegelt sich heute ein völliges Desinteresse wieder", berichten Händler.

Wegen eines Mangels an Unternehmensmeldungen gebe es auch keine Impulse, heißt es. Nach dem zunächst sehr ausgeglichenen Start überwiegen mittlerweile die Kursgewinner die Verlierer. "Allerdings sind die Kursbewegungen meist auch ziemlich zufällig", sagen Händler. Besondere Branchenfavoriten geben es derzeit nicht. Nur die Konsumwerte verlieren im Gefolge der Schwäche von adidas etwas stärker. Für den Nachmittag werden US-Konjunkturdaten erwartet, die "vielleicht etwas mehr Schwung in den Markt bringen", heißt es weiter am Markt.

Eine der wenigen, deutlichen Kursbewegungen ist der Kursverlust bei adidas. Sie fallen um knapp fünf Prozent auf 72,20 EUR. Grund dafür soll die Kritierienliste der Deutschen Börse sein, die entscheidet, wer Platz für die Aufnahme der Deutschen Post im März im DAX machen muss. Auf den ersten Blick spreche zwar fast alles gegen adidas, sagen Marktbeobachter. Auf den zweiten Blick allerdings eher gegen Karstadt. "Hier wird die Spekulation zwischen den beiden bis zur endgültigen Entscheidung nicht aufhören", sagen die Beobachter. Auch Karstadt verlieren mit minus 1,8 Prozent auf 38,10 EUR.

Die Aktien der Technologiewerte entwickeln sich am Freitagmittag gemischt. So verlieren Infineon kräftig um fünf Prozent auf 45 EUR, weil sie "unter den Nachwehen einer Herabstufung durch große US-Broker leiden". Die bereits am Vortag ausgesprochene Reduzierung der Gewinnschätzungen von Infineon habe noch größere Anschlußverkäufe nach sich gezogen, heißt es. Auch Epcos werden für den gemäßigten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr weiter verkauft. Epcos geben um knapp drei Prozent auf 89,51 EUR nach.

Gänzlich unberührt vom Schicksal ihrer ehemaligen Töchter zeigt sich die ehemalige Mutter Siemens. Sie tendieren nahezu unverändert bei 152,92 EUR. Auch SAP können sich mit plus 1,3 Prozent auf 203,65 EUR verbessern. Das Debakel der französischen UMTS-Lizenzvergabe zeigt keine Auswirkungen auf die Aktien der Deutschen Telekom. Händler erklären, dass hier nur "endgültig offenbart wird, dass man in Deutschland zuviel gezahlt hat". Auf dem jetzigen Kursniveau der Telekom habe dies aber keine Bedeutung mehr für die Aktien. Es sei vollkommen eingepreist. Telekom gewinnen um 0,3 Prozent auf 35,25 EUR.

Ohne neue Unternehmensnachrichten geben Schering am Freitagmittag deutlicher ab als der Markt. Händler wolle darin "nur Nachwehen der Herabstufung durch Goldman Sachs". Am Freitagmorgen hatte der US-Broker Schering wegen zukünftig abnehmender Wachstumsraten auf "Market Performer" nach zuvor "Outperformer" gestuft. Schering verlieren 2,8 Prozent auf 56 EUR. In der zweiten Reihe profitieren besonders deutlich die Bauwerte. Vor allem Bilfinger & Berger und Hochtief sind gefragt, nachdem am Vormittag mit Holzmann eine Rally der Bauwerte eingeleitet wurde. Hochtief gewinnen nach Bekanntgabe, dass man ein australisches Bauunternehmen übernommen habe, um 8,2 Prozent auf 22,40 EUR, Bilfinger & Berger um rund neuen Prozent auf 14,40 EUR.

Der Rentenmarkt gewinnt nach der erneuten Zinssenkung durch die US-Notenbank weiter an Boden. Der Nasdaq-Future verliert 0,5 Prozent, der S&P-Future 0,2 Prozent. Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 268,00 USD festgestellt.

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