Keine Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Musikdateien möglich
AOL schaltet MP3-Suchmaschine ab

ap NEW YORK. America Online (AOL) hat seine Suchmaschine für Musik im MP3-Format vom Netz genommen. Begründet wurde der Schritt damit, dass es nicht möglich sei, zwischen legalen und illegal ins Internet gestellten Musikstücken zu unterscheiden.
Die Suchmaschine war auf einer Web-Seite der Firma Nullsoft angesiedelt, die inzwischen zum AOL-Konzern gehört. Nullsoft hatte ebenfalls die MP3-Software "Winamp" entwickelt.

In der vergangenen Woche war der Suchknopf in dem entsprechenden Programm bei Nullsoft zwar noch aktiv, gab aber nur die traurige Meldung aus: "Sorry. Search unavailable at this time. Sad, sad Nullsoft" (Entschuldigung. Suche zurzeit nicht möglich. Armes, armes Nullsoft). Es ist nicht das erste Mal, dass AOL Probleme mit einem Programm von Nullsoft hat. Die Firma entwickelte auch Gnutella, ähnlich wie Napster eine Plattform für den Austausch von MP3-Musikdateien unter den angeschlossenen Nutzern. Während Napster unter schweren juristischen Druck geraten ist, war Gnutella im März kurz auf der Web-Site von Nullsoft und wird seitdem im Internet weiter entwickelt. Doch noch geben sich die Nullsoft-Mitarbeiter selbstbewusst und bezeichnen sich selbst als " Medienterroristen, die die Geschichte ohne Zweifel heilig sprechen wird".

AOL ist mit 23 Millionen Mitgliedern der weltgrößte Online-Dienst. Er übernahm im vergangenen Jahr das Medienunternehmen Time Warner, zu dem zahlreiche Plattenfirmen gehören.

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