Keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung
Schichtarbeiter müssen Feiertage bei Urlaub anrechnen lassen

dpa FRANKFURT. Schichtarbeitnehmer müssen sich gesetzliche Feiertage auf ihren Erholungsurlaub anrechnen lassen und haben daher keinen Anspruch auf einen Ausgleich an anderen Tagen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil entschieden. Die Richter wiesen damit die Klagen zweier Energiefacharbeiter gegen ein Nachfolgeunternehmen der Hoechst AG zurück (Az.: 7 Ca 594/00).

Die Facharbeiter hatten sich vor Gericht auf den Gleichbehandlungsgrundsatz in der Verfassung berufen. Während Normalzeit-Beschäftigte an einem gesetzlichen Feiertag ohne Urlaubnahme frei hätten, müssten sie an diesen Tagen Urlaub nehmen. Das Gericht wies jedoch darauf hin, Schichtarbeitnehmern stünden als Ausgleich für die besondere Arbeitsbelastung wegen der unregelmäßigen Arbeitszeit drei zusätzliche Urlaubstage im Jahr zu. Deshalb könne von einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung nicht gesprochen werden, sagte der Gerichtsvorsitzende.

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