Keine Verletzten bei Zwischenfall
Albanische Rebellen beschießen US-Konvoi in Südserbien

afp BELGRAD. Albanische Rebellen haben in Südserbien einen Konvoi von US-Politikern beschossen. Bei dem Angriff auf die Wagen des US-Botschafters William Montgomery und des Balkanexperten James Pardew sei niemand verletzt worden und kein Schaden entstanden, teilten Diplomaten am Dienstag in Belgrad mit. Wie die Nachrichtenagentur Beta unter Berufung auf die serbische Polizei meldete, geriet der Konvoi nahe der von den Rebellen der pro-albanischen Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac (UCPMB) besetzten Stadt Veliki Trnovac unter Beschuss.



Der Balkanexperte Pardew hatte zuvor in der südserbischen Stadt Bujanovac den Plan der serbischen Regierung zur Lösung der Krise in der Region begrüßt. Dem am Dienstag von der Belgrader Regierung verabschiedeten Plan zufolge soll der verarmte Landesteil wirtschaftlich gefördert werden, die Gebietsgrenze zum Kosovo soll jedoch bestehen bleiben. Auch den von der albanischen Minderheit gewünschten Sonderstatus lehnt Belgrad ab. Der Plan sieht ferner eine von internationalen Beobachtern überwachte Entmilitarisierung der umkämpften südserbischen Stadt Bujanovac und ihrer Umgebung vor. Die Albanervertreter sollen politisch und sozial eingebunden werden.



Die Rebellen kämpfen in der fünf Kilometer breiten entmilitarisierten Pufferzone zwischen dem Kosovo und dem Rest Serbiens für eine Vereinigung mit dem unter UN-Verwaltung stehenden Kosovo. Nach Angaben der serbischen Polizei wurden bei den seit Monaten andauernden Kämpfen in der Region bislang 17 Menschen getötet. Die Rebellen sprechen von zehn Toten und 30 Verletzten.

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