Keine Verletzten
Bombenanschläge auf Korsika

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika haben Unbekannte mit zwei Bombenanschlägen große Sachschäden angerichtet.

Reuters AJACCIO. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde bei den Anschlägen in der Nacht zuvor niemand verletzt. Zunächst sei ein Sprengsatz vor der Villa eines japanischen Geschäftsmanns südlich der Stadt Ajaccio gezündet worden. Die zweite Bombe sei auf der Terrasse eines Restaurants in einer 20 Kilometer nördlich von Ajaccio gelegenen Feriensiedlung detoniert. Die Siedlung gehört der Atomenergie Kommission CEA, einer staatlichen Atomforschungseinrichtung. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Die Polizei entdeckte am ersten Tatort eine Parole, die den Anschlag in einem Zusammenhang mit einem am Dienstag verabschiedeten Gesetz des französischen Parlaments rückte. In dem Gesetz wurden Korsika einige Verwaltungsrechte übertragen, die den korsischen Nationalisten jedoch nicht weit genug gingen. So lehnte das Parlament eine Ausnahme der Insel von einem Gesetz ab, das etwa die Errichtung unansehnlicher Hotels verhindern soll.

Korsische Nationalisten haben in ihrem Kampf für die Unabhängigkeit der Insel von Frankreich zahlreiche Anschläge verübt. Diese richteten sich oft gegen Symbole des französischen Staates und oder gegen Eigentum von Ausländern.

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