Keine Verletzten: Einschläge nahe dem deutschen Camp in Kabul

Keine Verletzten
Einschläge nahe dem deutschen Camp in Kabul

In der Nähe des deutschen Truppenkontingents in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Freitagabend mindestens zwei Geschosse eingeschlagen, die nach Angaben der Bundeswehr aber niemanden verletzten und auch keine Sachschäden anrichteten.

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des Einsatz-Führungskommandos der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam sagte am Samstag, in der Nähe des Lagers Warehouse, in dem mit 1000 Soldaten ein Großteil der Bundeswehr-Angehörigen untergebracht sei, habe es gegen 21.00 Uhr Ortszeit zwei Explosionen gegeben. Später seien in 500 beziehungsweise 1500 bis 2000 Metern Entfernung zwei Krater entdeckt worden.

Nicht bestätigt wurden zunächst Berichte über eine dritte Detonation. In Kreisen der Aghanistan-Schutztruppe ISAF war von drei chinesischen Raketen die Rede, die auf das Lager abgefeuert worden seien. Diese Angaben bezeichnete der Bundeswehr-Sprecher als Spekulation. Die Untersuchung des Vorfalles dauere an. Zuletzt war das Lager im Dezember 2002 beschossen worden. In dem Camp sind neben Angehörigen der Bundeswehr auch Soldaten aus anderen Ländern untergebracht.

Die ISAF mit ihren etwa 4700 Soldaten soll den Frieden im Großraum Kabul sichern und die afghanische Regierung unterstützen. Zudem sind Tausende US-Soldaten im Land. Einige von ihnen waren Anfang der Woche in der Nähe der pakistanischen Grenze in die nach Angaben der US-Streitkräfte schwersten Kämpfe mit Rebellen seit fast einem Jahr verwickelt. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) waren auch deutsche Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) an den Kämpfen beteiligt. Das Verteidigungsministerium lehnte jede Stellungnahme zu dem Bericht ab. Zum Einsatz des KSK würden aus Sicherheitsgründen keine Auskünfte erteilt.

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