Keine Verletzten
Irak beschießt Kuwait mit Mörsergranate

Irakische Soldaten haben erstmals seit zwei Jahren wieder kuwaitisches Territorium angegriffen. Das bestätigten am Montag die UN-Beobachter in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden arabischen Staaten.

dpa KAIRO/KUWAIT. Wie der arabische Fernsehsender El Dschasira am Montag berichtete, schossen am Vorabend zuerst zwei irakische Soldaten mit Maschinengewehren in Richtung auf den kuwaitischen Teil der entmilitarisierten Zone. Etwa eine Viertelstunde später sei eine Mörsergranate auf kuwaitischem Territorium eingeschlagen, berichtete der Korrespondent des Senders aus Kuwait. "Niemand wurde verletzt, und es gibt keine Zerstörungen", sagte der Sprecher der Beobachtermission der Vereinten Nationen, Daljiet Bagga.

Bagdad hatte am Sonntag erklärt, bei einem amerikanisch-britischen Luftangriff nahe der südirakischen Stadt Basra sei ein Zivilist verletzt worden. Das Flugzeug sei aus Kuwait oder Saudi-Arabien gekommen, hieß es. Die USA und Großbritannien führen täglich Kontrollflüge über den nach dem Zweiten Golfkrieg eingerichteten so genannten Flugverbotszonen im Norden und Süden des Iraks durch. Dabei bombardieren die Briten und Amerikaner nach eigenen Angaben nur Abwehrstellungen. Laut Bagdad kommen dabei jedoch immer wieder auch Zivilisten ums Leben. Auch UN-Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren wiederholt von Angriffen auf nicht-militärische Ziele berichtet.

Die Vereinten Nationen hatten nach dem durch die irakische Invasion in Kuwait ausgelösten Golfkrieg 1991 eine 1200 Mann starke Beobachter-Truppe eingerichtet. Sie soll die Sicherheit in der 15 Kilometer breiten Pufferzone zwischen dem Irak und Kuwait garantieren.

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