Keine Vorzugsbehandlung gefordert
Putin bekräftigt Willen Russlands zu WTO-Beitritt

Reuters MOSKAU. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Freitag den Beitrittswillen seines Landes zur Welthandelsorganisation (WTO) bekräftigt, dafür aber faire Bedingungen gefordert. Putin schloss bei Gesprächen mit WTO-Generaldirektor Mike Moore aus, dass sein Land "exzessive Bedingungen" für die Aufnahme akzeptieren werde. Allerdings erwarte Russland auch keine Vorzugsbehandlung, sondern die "Standardprozedur" für den Beitritt zu der Organisation. Weiter sagte Putin, in der russischen Wirtschaft sei ein Aufschwung erkennbar. Allerdings könnten viele einheimische Industriezweige nicht mehr gegen ausländische Konkurrenten bestehen, wenn sich die Märkte unter einem liberaleren WTO-Handelssystem weiter öffneten.

Zuvor hatte der russische Ministerpräsident Michail Kasjanow gesagt, die Aufnahme in die WTO sei eines der vorrangigen Ziele der russischen Regierung, allerdings müssten dabei die wirtschaftlichen Interessen des Landes gewahrt bleiben. Russland hat die WTO-Beitrittsverhandlungen 1995 aufgenommen. In der jüngsten Verhandlungsrunde, die noch bis Jahresende laufen dürfte, wollen beide Seiten die Bedingungen für die Öffnung des russischen Marktes vereinbaren sowie die russische Gesetzgebung mit internationalen Rechtsstandards abgleichen.

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