Keine Warnung
Fluglotse machte zum Unglückszeitpunkt Pause

Die unerlaubte Pause eines Fluglotsen beim Schweizer Flugsicherungsdienst skyguide in ist möglicherweise mitverantwortlich für die Katastrophe.

dpa ZÜRICH. Dies schloss skyguide-Leiter Toni Maag am Mittwoch in einem Interview des Schweizer Rundfunksenders DRS nicht aus. Nach einer internen Dienstanweisung müssen beim Ausfall des so genannten Kurz-Zeit-Kollisionsgerätes im Kontrollraum zwei Lotsen an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Dies war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht der Fall. Skyguide ist die Luftüberwachung im Großraum Zürich zuständig, die auch weit in deutsches Gebiet reicht. Zuvor hatte skyguide-Sprecher Patrick Herr bestätigt, dass das Warngerät in der fraglichen Zeit des Zusammenpralls Montagnacht gegen 23.30 Uhr gewartet wurde. "Das könnte ein Grund (für das Unglück) sein", sagte Maag. Man müsse aber noch die Untersuchungen abwarten. "Ich kann dazu kein Ja und kein Nein sagen."

Fest steht, dass die Pause des Lotsen, die dieser mit Einverständnis seines Kollegen genommen hatte, ungeachtet der weiteren Untersuchungsergebnisse Konsequenzen haben werde, berichtete der Sender weiter. Die Länge dieser Pause sowie weitere Details zu den Vorgängen waren zunächst unbekannt. Für den Dienst habenden Lotsen habe es keine Möglichkeit gegeben, seinen Kollegen zurückzurufen, als es kritisch wurde, sagte Maag. Der Lotse hatte den russischen Piloten erst 50 Sekunden vor der Kollision zu einem Ausweich-Sinkflug aufgefordert.

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