Keine zeitlichen Vorgaben
Worldcom baut im Ausland 2 000 Stellen ab

Auch Arbeitsplätze in Deutschland sind von dem Stellenabbau bei dem schwer angeschlagenen US-Telekommunikationsunternehmen betroffen.

rtr CLINTON/FRANKFURT. Das insolvente US-Telekommunikationsunternehmen WorldCom will bei seinen Tochtergesellschaften im Ausland rund 2 000 Stellen abbauen. Von dem Stellenabbau sei auch Deutschland betroffen, sagte eine Sprecherin am Montag in Frankfurt.

Genaue Zahlen für Deutschland gebe es aber noch nicht, sagte die Sprecherin von Worldcom-Deutschland, Gabriele Schultz. "Die Konsultationen laufen, es gibt aber auch noch keine zeitlichen Vorgaben." Derzeit beschäftige Worldcom in Deutschland rund 1200 bis 1300 Mitarbeiter, sagte die Sprecherin.

Die Unternehmenszentrale in Clinton (US-Bundesstaat Mississippi) hatte zuvor mitgeteilt, dass der Konzern seine Belegschaft in der Region Europa, Afrika und Nahost um 25 % reduzieren werde. Der Großteil der etwa 2 000 zu streichenden Stellen falle auf Europa, hieß es. Allein in Großbritannien sollen rund 750 Stellen wegfallen, sagte ein Sprecher des Unternehmens in London. Dies entspreche der angepeilten Kürzung um 25 %.

Der Stellenabbau solle dazu beitragen, dass die Auslandsgeschäfte im Verlauf des Jahres 2003 keinen Verlust mehr schrieben, hieß es in der Unternehmenszentrale in den USA. "Wir sind hier, um zu bleiben, und wir werden 2003 schwarze Zahlen schreiben", sagte Lucy Woods, die Nummer zwei für das Worldcom-Geschäft in Europa, Afrika und Nahost. Die Konzernführung sicherte zugleich zu, dass alle Auslandsaktivitäten bis zur Ausarbeitung eines Umstrukturierungsplans finanziell unterstützt würden.

Worldcom hatte am 21. Juli mit einer Schuldenlast von 41 Mrd. Dollar Antrag auf Gläubigerschutz eingereicht, nachdem das Unternehmen Fehlbuchungen im Volumen von 3,85 Mrd. Dollar eingestanden hatte. Es handelte sich um die größte Firmenpleite in der US-Wirtschaftsgeschichte. Nach Kapitel elf des US-Konkursgesetzes können Firmen unter den Bedingungen des Gläubigerschutzes zunächst weiter tätig sein, während ein Umstrukturierungsplan ausgearbeitet wird.

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