Keine Zulassung für den US-Markt
Erneute Schlappe für Schering

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat innerhalb einer Woche eine zweite Schlappe bei der Zulassung eines Hormonprodukts für den US-Markt hinnehmen müssen.

HB/dpa BERLIN. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe für das neue Hormonersatzpräparat "Angeliq" zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren vorläufig keine Zulassung erteilt, teilte die Schering AG am Freitag mit. Das Unternehmen befinde sich aber weiter im Dialog, um die Markteinführung des Produkts in den USA sicherzustellen.

Die Entscheidung habe keine Auswirkung auf die Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr, betonte Schering. "Angeliq" sollte 2002 noch nicht eingeführt werden. Über die Auswirkungen auf das Jahr 2003 wolle er nicht spekulieren, sagte ein Sprecher. An der Börse stürzten Schering nach der Mitteilung mittags zeitweise um gut zehn Prozent auf 47,40 Euro ab.

Mit "Angeliq" erhofft sich Schering nach eigenen Angaben drei bis vier Jahre nach Markteinführung einen weltweiten Umsatz von rund 250 Millionen Euro. Erst vor einer Woche hatte Schering mitgeteilt, dass ein Schering-Hormonpflaster zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren ebenfalls vorerst nicht für die USA zugelassen ist. Hier erwartet Schering weltweit einen Umsatz von 150 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hatte der Schering-Konzern 4,84 Milliarden Euro umgesetzt bei einem Gewinn von 418 Millionen Euro. Für 2002 geht der Konzern weiter von einem Umsatzplus im "hohen einstelligen Prozentbereich sowie einem zweistelligen Wachstum bei Betriebsergebnis und Konzerngewinn aus".

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