Keine Zweifel an der Strategie
Daimler-Chrysler steigerte Umsatz deutlich

Die Daimler-Chrysler AG hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz auf dem US-Automarkt deutlich gesteigert. Der Konzernumsatz habe nach vorläufigen Zahlen um mehr als sechs Prozent auf etwa 160 Mrd. Euro zugenommen, teilte das Unternehmen anlässlich der Autoschau in Detroit am Montag mit.

ap DETROIT. Trotz der Turbulenzen bei seiner US-Sparte hat Daimler-Chrysler den Umsatz im Jahr 2000 gesteigert. Wie das Unternehmen am Montag anlässlich der Autoshow in Detroit mitteilte, nahm der Konzernumsatz vorläufigen Zahlen zufolge um über sechs Prozent auf rund 160 Mrd. Euro (rund 312,93 Mrd. DM) zu. Der Gesamtabsatz an Fahrzeugen hingegen ging zurück. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 4,7 Mill. Einheiten nach 4,9 Mill. 1999 verkauft. Dabei schlug vor allem der Absatzrückgang bei Chrysler zu Buche.

Einen neuen Rekordabsatz erreichten aber die Marken Mercedes-Benz und Smart mit rund 1,15 Mill. Fahrzeugen. Ein Plus von über sechs Prozent. Chrysler hingegen verkaufte weniger. Den Angaben zufolge wurden etwa drei Mill. Fahrzeuge (1999: 3,2 Mill.) der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Plymouth abgesetzt. Es rollten auch weniger Nutzfahrzeuge vom Band. Im Jahr 2000 waren es bei den Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Sterling, Setra, Thomas Built Buses, American LaFrance, Orion und Western Star rund 544 000 Einheiten (1999: 555 000 Stück).

Vorstandschef Jürgen Schrempp erklärte, er sei zuversichtlich, dass das Chrysler-Management die US-Sparte in die Gewinnzone zurückführen werde. Er habe keinen Zweifel, dass die Strategie des deutsch-amerikanischen Autokonzerns richtig sei und seinen Aktionären ein profitables Wachstum bieten werde.

Der Konzern teilte mit, dass die strategische Neuausrichtung "zu dem weltweit am besten aufgestellten Automobilunternehmen im abgelaufenen Jahr weitgehend abgeschlossen" worden sei. Einschließlich der Finanzdienstleistungen entfielen nun über 90 % des Umsatzes auf das Autogeschäft. Vorstandschef Schrempp wies Zweifel an seiner Zukunft als Chef des Autokonzerns zurück. Er sei Konzernchef und habe Freude an seinem Job. Das Team sei gut. "Wir können der Welt beweisen, dass wir etwas bewegen können", sagte er.

Bei den Marken Mercedes-Benz und Smart kletterte der Umsatz um mehr als 13 % auf über 43 Mrd. Euro. Es wurden weltweit 1,05 Mill. Autos mit dem Stern abgesetzt. Das waren rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders erfolgreich sei das Geschäft in den USA, in Deutschland, in Lateinamerika sowie in Südostasien und Australien verlaufen. In Deutschland konnte die Marke ihren Marktanteil auf fast zwölf Prozent erhöhen. In den USA überschritten die Verkäufe mit über 205 000 Einheiten erstmals die Schwelle von 200 000 Fahrzeugen. Das sei eine Steigerung um 8,5 %. Auch der Smart übertraf die Erwartungen. Es wurden mehr als 101 000 Einheiten abgesetzt. Eine Zunahme von gut 25 %. Der Umsatz der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Plymouth erreichte rund 68 Mrd. Euro. Der Anstieg um rund sechs Prozent sei überwiegend auf die Stärke des US-Dollars im Vergleich zum Euro zurückzuführen. Der Absatz nahm auf etwa drei Mill. Einheiten ab.

Der Umsatz des Geschäftsfeldes Nutzfahrzeuge wuchs um rund fünf Prozent auf etwa 28 Mrd. Euro. Die Dienstleistungstochter Daimler-Chrysler Services AG steigerte ihren Umsatz um mehr als 30 % auf 17 Mrd. Euro, wie das Unternehmen mitteilte.



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