Keinen zusätzlichen Arbeitsplatzabbau in Europa
Autohersteller widerspricht Berichten über Massenentlassungen

Ford-Sprecher Bernd Meier sprach von einem Missverständnis. Ziel des Konzerns sei es, die Produktionskosten jährlich um zehn Prozent zu senken, nicht die Zahl der Beschäftigten, betonte er.

ap KÖLN. Ford plant keinen zusätzlichen Arbeitsplatzabbau in Europa. Der Autokonzern widersprach am Montag in Köln Berichten über geplante Massenentlassungen in den europäischen Werken. Der Autobauer reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", die in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf Fords Europa-Präsident David Thursfield gemeldet hatte, der Konzern wolle seine bisher 50 000 Mitarbeiter starke Montage-Belegschaft in Europa jährlich um zehn Prozent kürzen.

Einsparungen beziehen sich auf den Einkauf

Der Ford-Sprecher sprach von einem Missverständnis. Ziel des Konzerns sei es, die Produktionskosten jährlich um zehn Prozent zu senken, nicht die Zahl der Beschäftigten, betonte der Sprecher der Ford Werke AG, Bernd Meier. Dies beziehe sich wesentlich auf Einsparungen im Einkauf, bei der Fertigung und der Logistik. Besonders für Deutschland würden die Sparmaßnahmen "keinerlei Auswirkungen" auf den Personalbestand haben.

"Wir investieren zurzeit in Köln zusammen mit unseren Zulieferern eine Mrd. DM in die neue Fiesta-Produktion", sagte Meier. Künftig werde es für Ford Europa vier große Produktionsstandorte geben: Köln, Saarlouis, Genk und Valencia. Der geplante Arbeitsplatzabbau in Europa sei mit Werksschließungen in Polen, Portugal und Weißrussland sowie der bereits angekündigten Schließung der Fabrik im englischen Dagenham weitestgehend umgesetzt.



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