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Keiner weiss, wohin der Weg führt

An der Wall Street werden dieser Tage massenhaft Blumen gezupft. Vorzugsweise Gänseblümchen - die Daisys. Sie müssen ihre Blätter nicht etwa der Liebe wegen lassen. In diesem Fall sind es die Investoren, die auf das bewährte Abzählmittel zurückgreifen, um sich Klarheit über die wirtschaftliche Verfassung der USA zu verschaffen. "Die Wirtschaftsdaten sind gut, die Wirtschaftsdaten sind nicht gut, die Wirtschaftsdaten sind gut" - und so weiter. Beispiel Konsumentenvertrauen. Dieses gibt Anlass zur Hoffnung. Das Verbrauchervertrauen im Mai ist sehr viel besser ausgefallen, als es die Experten prognostiziert haben. Der entsprechende Index ist gegenüber dem Vormonat gestiegen.

Die Konsumenten sind demnach bereit, wieder mehr Geld auszugeben, beispielsweise für teure Autos. Was will man mehr, endlich ein Hoffnungsschimmer, dass es mit der Wirtschaft nun wieder etwas flotter voran geht. Aber - und dieses einschränkende Bindewort deutet schon einen Haken an . Denn ein "aber" schränkt die Hoffnungen bereits wieder ein, die Hoffnung auf eine weitere Leitzinssenkung. Es ist ohnehin schon ein äußerst ungewöhnlicher Umstand, dass die Notenbank die Zinsen seit Januar fünfmal gesenkt hat. Es ist schon fast zu viel des Guten Fed-Chef Alan Greenspan zu weiteren Schritten zu drängen. Die Notenbank trifft sich Ende des Monats zur nächsten Sitzung.

Zehn Jahre lang expandierte die US-Wirtschaft, jetzt schwächelt sie auf hohem Niveau. Wie Kinder aufs Christkind, warten die Börsianer auf eine anziehende Konjunktur. Nur bisher bleibt es bei der frohen Erwartung.

Das neue Windows-Betriebssysstem wird "dramatisch" besser sein und "Riesen-Verbesserungen" beinhalten, so Microsoft-Gründer Bill Gates. Bis das neue Windows XP auf dem Markt ist, wird es noch etwas dauern. Aber in dieser Woche ging Office XP an den Start.
Experten bezweifeln, dass genügend Kunden das renovierte Programm kaufen werden, da es zu wenig neue Funktionen gebe. Das Investmenthaus Merrill Lynch macht darauf aufmerksam, dass der Erfolg von Office XP besonders wichtig für Microsoft sei, da das Paket ein Drittel zu den Umsätzen beiträgt und die Hälfte zu den Gewinnen im operativen Geschäft.
Bill Gates ist davon überzeugt, dass die Microsoft-Produkte neuen Schwung in die gesamte PC-Branche bringen.

"Die Konkurrenz im PC-Geschäft ist wirklich erstaunlich. Kunden haben davon bisher profitiert, weil die Geräte immer billiger wurden. Wir gehen davon aus, das mit Windows XP und Office XP auch die Verkäufe von Computern wieder zunehmen werden. Wir sehen hier eine Stärke gerade auf globaler Basis. Man braucht einfach gute Software, um den PC-Absatz am Laufen zu halten."

Der Softwarekonzern versucht sein Einnahmemodell umzustellen. Statt einmal einen Preis für Programme zu bezahlen, sollen die Nutzer künftig die Software abonnieren. Für diesen Monat erwartet Gates neue Bewegung im immer noch laufenden Kartellverfahren. Die Microsoft-Aktie hat sich in diesen Tagen kaum bewegt, konnte aber seit Jahresanfang rund 60 Prozent zulegen.

Der Dow Jones-Index hat sich im Wochenvergleich nicht bewegt und notiert nun bei 10 990 Punkten. Die Nasdaq gab viereinhalb Prozent ab und steht bei 2149 Punkten.

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