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„Kellerkind“ Freiburg stürzt Stuttgart: 2:0-Sieg im Derby

Ausgerechnet „Kellerkind“ SC Freiburg hat die stolze Serie des VfB Stuttgart beendet und den baden-württembergischen Rivalen von der Tabellenspitze gestürzt.

dpa FREIBURG. Ausgerechnet "Kellerkind" SC Freiburg hat die stolze Serie des VfB Stuttgart beendet und den baden-württembergischen Rivalen von der Tabellenspitze gestürzt.

Im 19. Bundesliga-Derby waren Alexander Iaschwili (34. Minute) und Soumaila Coulibaly (90./+1) am Sonntag in Freiburg die Torschützen beim 2:0 (1:0)-Erfolg und bescherten den Schwaben die erste Niederlage nach 13 Pflichtspielen. Vor 25 000 Zuschauer im ausverkauften badenova-Stadion schenkte sich Fußball-Profi Iaschwili einen Tag nach seinem 27. Geburtstag nicht nur sein 1. Saisontor, sondern gemeinsam mit Coulibaly seiner Mannschaft auch den ersten Bundesliga-Heimsieg seit dem 1. Mai.

Tabellenführer nach dem 9. Spieltag ist der VfL Wolfsburg (21 Punkte) vor Stuttgart (20.). Freiburg schaffte durch den Sieg den Sprung aus der Abstiegszone und ist jetzt auf Rang 12.

"Es war besser gegen den VfB Stuttgart zu spielen als gegen eine andere Mannschaft. In der schwierigen Situation hat jeder das Letzte aus sicher heraus geholt. Bei einigen haben in der 2. Halbzeit ein bisschen die Kräfte nachgelassen", sagte Freiburgs Trainer Volker Finke. Iaschwili freute sich über sein Tor und den wichtigen Erfolg für sein Team. "Du brauchst Siege fürs Selbstvertrauen", sagte der Georgier.

Vor den Augen von Nationalmannschafts-Assistent Joachim Löw, einst Spieler in Freiburg und Trainer in Stuttgart, zeigten die Gastgeber eine engagierte Leistung. Trotz der großen Personalprobleme schickte Finke ein Team ins Rennen, das dem Anspruch einer Stammformation genügte.

Die Gäste traten dagegen vier Tage nach dem 5:1-Triumph im Uefa-Cup beim KSK Beveren und drei Tage vor dem schweren Auswärtsspiel gegen den deutschen Meister Werder Bremen bei spätsommerlichen Temperaturen zurückhaltend und in der ersten Spielhälfte pomadig auf. Die VfB-Hintermannschaft um Martin Stranzl, der in der 69. Minute nach einem Bodycheck die Rote Karte sah, offenbarte ungewohnte Lücken. Erst in der Schlussphase wachte der Gast auf und erspielte sich Großchancen durch Kevin Kuranyi und Cacau.

Die Jagd nach dem eigenen Rekord (885 Minuten ohne Gegentreffer) und das damit verbundene Minuten-Zählen hatte für VfB-Torhüter Timo Hildebrand in der 34. Minute ein Ende. Ausgerechnet der schwächste Angriff der Liga überwand die stärkste Abwehr nach 535 Minuten ohne Gegentreffer mit seinem 8. Saisontor. Nach schöner Vorarbeit von Dennis Kruppke schloss Iaschwili zur Führung ab. "Ein sehr schön heraus gespieltes Tor", befand Löw, der vor allem die Nationalspieler auf Seiten des VfB sehen wollte.

Der intensiv beobachtete Kuranyi hatte die besten Chancen der Stuttgarter (50./76.), scheiterte aber jeweils am starken SCF-Keeper Richard Golz. "Uns freut es, dass Kuranyi nach der Verletzungspause wieder in den Rhythmus kommt. Wir werden ihn brauchen im nächsten Spiel", sagte Löw. Die anderen beiden Auswahl-Spieler, Andreas Hinkel und Philipp Lahm, konnten keine Akzente setzen.

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