Kenteris und Thanou auf Meetings unerwünscht
Leichtathleten dürfen abkassieren

Die Olympischen Spiele haben neben sportlichen Ehren und Völkerverständigung insbesondere für die Leichtathleten einen wirtschaftlichen Reiz. Und zwar für die Zeit nach den Spielen. Denn wer bei Olympia erfolgreich war, dem winkt meist das große Geld.

HB ATHEN. Der Pflicht folgt die millionenschwere Kür. Die Olympischen Spiele in Athen sind kaum zu Ende, da erfasst die Leichtathleten wieder der Lockruf des Geldes. Zuerst geht es um den Jackpot aus einer Million Dollar bei den Golden-League-Meetings an diesem Freitag in Brüssel und am 12. September beim ISTAF im Berliner Olympiastadion. Danach folgt das zweitägige Weltfinale in Monaco (18./19. September), bei dem 2,905 Millionen Dollar in 35 Disziplinen ausgeschüttet werden und die Sieger 30 000 Dollar kassieren.

Brüssel und Berlin sind sich einig, dass für das griechische Sprint-Duo Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou kein Platz ist, obwohl beide vom Weltverband IAAF nicht suspendiert sind. "Das kommt für uns nicht in Frage. Wer Dopingkontrollen verweigert, und das ist in diesem Fall ja wohl eindeutig, der hat bei uns nichts zu suchen", sagte ISTAF-Geschäftsführer Gerhard Janetzky. Im Gegensatz zu Brüssel haben die Berliner aber die Olympia-Fünfte Marion Jones (USA) zu einem "bezahlbaren Deal" bereits vor 14 Tagen verpflichtet. "Sie ist nicht verurteilt und gilt solange als unschuldig", betonte Janetzky.

Die beiden Golden-League-Veranstalter wollen ihre Meetings zugleich für ihre WM-Bewerbungen um die Titelkämpfe 2009 nutzen. Die Entscheidung fällt auf der Council-Sitzung am 4. und 5. Dezember in Helsinki. Die WM findet auf jeden Fall in Europa statt, denn neben Brüssel und Berlin bemühen sich noch Split und Valencia. Die Bewerber aus anderen Kontinenten hatten ihre Kandidatur zurückgezogen. Berlin, das im Vergleich zu Brüssel mit 2,2 Millionen Euro einen vergleichsweise kleineren Etat hat, ist nach Aussage von Athleten- Verpflichter Thomas Kremer um alle Olympiasieger in den einzelnen Disziplinen bemüht. Nach den Silbermedaillen von Nadine Kleinert (Magdeburg) und Steffi Nerius (Leverkusen) sollen zusätzlich auch das Kugelstoßen und Speerwerfen präsentiert werden.

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