Kenya Airways kündigte zusätzliche Flüge an
British Airways erhielt konkrete Terrordrohung

Eine konkrete Terrordrohung hat die britische Fluggesellschaft British Airways zur Einstellung ihrer Flüge von und nach Kenia veranlasst. Dies erklärte Kenias Sicherheitsminister Chris Murungaru Freitagabend in der Hauptstadt Nairobi. "Es handelt sich um eine konkrete Drohung gegen britische Interessen - konkreter: gegen British-Airways-Flüge nach Nairobi", sagte er.

HB/dpa NAIROBI. Wenige Stunden zuvor hatte die Regierung des ostafrikanischen Landes das Verkehrsministerium in London noch heftig wegen der Maßnahme vom Donnerstag kritisiert. Dort hieß es, die Bedrohung für britische Flugzeuge müsse als "unmittelbar bevorstehend" eingestuft werden. Die Einstellung der Flüge folgte einen Tag, nachdem die USA eine verschärfte Reisewarnung für Kenia herausgegeben hatten.

Rund 2000 britische, in dem ostafrikanischen Land gestrandete Touristen müssen nun auf andere Fluglinien oder über Nachbarländer ausweichen. Die kenianische Fluggesellschaft Kenya Airways kündigte am Freitag in London zusätzliche Flüge an, um die Fluggäste aus Großbritannien und anderen Ländern nach Hause zu fliegen.

Außer British Airways hat auch die britische Charterfluglinie Monarch Airlines alle Flüge nach Kenia eingestellt. Monarch Airlines fliegt von London und Manchester nach Mombasa. Der letzte BA-Flug aus Nairobi war am frühen Freitagmorgen in London gelandet.

Reiseempfehlungen und abstrakte Warnungen vor möglichen Terrorakten aus Washington und London gibt es für Kenia bereits seit dem Anschlag auf ein israelisches Strandhotel bei Mombasa im vergangenen November, bei dem neben den Tätern 14 Menschen ums Leben kamen. Zeitgleich entging eine israelische Passagiermaschine knapp einem Raketenanschlag beim Start auf dem Flughafen von Mombasa.

Sicherheitsminister Murungaru hielt einen geplanten Anschlag insbesondere zum gegenwärtigen Zeitpunkt für möglich, da ein gesuchter Terrorist aus dem Umfeld des El-Kaida-Netzwerks in Kenia und Somalia gesehen worden sei. Fasul Abdullah Mohammed soll bereits an früheren Terroranschlägen in Ostafrika beteiligt gewesen sein.

"Wir sind jedoch darauf vorbereitet, weitere Anschläge abzuwehren", erklärte ein Staatssekretär des Innenministeriums, David Mwangi. "Unsere Anti-Terror-Einheit sorgt dafür, dass Kenia sicherer als andere Länder in der Region ist."

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