Kernbereich von Phenomedia soll erhalten bleiben
Das Moorhuhn lebt

Das Moorhuhn hat Federn gelassen, gibt aber nicht auf: Phenomedia soll im Kernbereich fortgeführt werden. Die Börse reagierte auf die Nachricht mit einem Kursanstieg um zwei Drittel des Vortageswertes auf rund 60 Cent.

dpa BOCHUM. Das gab der Vorstand am Donnerstag nach ersten Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter bekannt. Zum Jahreswechsel war das Phenomedia-Papier am Neuen Markt noch rund 14 Euro wert.

Der Vorstand führe zur Unternehmenssicherung derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren, teilte die Phenomedia AG in Bochum mit. Es soll nur noch der Bereich Spiele- und Charaktere-Entwicklung erhalten bleiben. Die Beschäftigtenzahl sei deshalb um 40 auf 50 gesenkt worden. Es war der zweite "Aderlass" nachdem im Winter noch 112 Mitarbeiter beschäftigt waren.

Der Spieleentwickler hatte nach Bilanzfälschungen und Zahlungsschwierigkeiten Mitte Mai Insolvenzantrag gestellt. Der entlassene Vorstandschef und der Finanzvorstand haben bei der Staatsanwaltschaft die Bilanzfälschung zugegeben. Dem Unternehmen droht nun noch eine Untersuchung wegen Insiderhandels. Vor dem Bekanntwerden der Bilanzunregelmäßigkeiten waren noch große Aktienpakete auf den Markt geworfen worden.

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