Kernschatten unterwegs nach Australien
Sonnenfinsternis begeistert Zehntausende

Zum zweiten Mal in anderthalb Jahren erlebt das Südliche Afrika eine totale Sonnenfinsternis. Der Schatten des Zehntausende Schaulustige haben am Mittwoch zwischen Angola und Mosambik ihre Schutzbrillen zurecht gerückt, um die zweite totale Sonnenfinsternis im Südlichen Afrika in eineinhalb Jahren zu beobachten

HB/dpa JOHANNESBURG. Bei teilweise bedecktem Himmel erlebten sie vor allem im Krüger-Nationalpark und der südafrikanischen Grenzstadt Messina das seltene Himmelsspektakel, das den Tag zur Nacht machte. Astronomie-Fans aus Deutschland, Österreich, Spanien und Italien hatten gemeinsam mit Kollegen von der NASA schon am Vorabend ihre Teleskope ausgerichtet, um die über dem Nationalpark 80 Sekunden dauernde Sonnenfinsternis zu sehen.

Begleitet wurde das Spektakel an vielen Orten von Trommelrhythmen und folkloristischen Tänzen. Viele Schaulustige waren erst in der Nacht im Norden Südafrikas eingetroffen, und hatten in kilometerlangen Autoschlangen neben den Straßen genächtigt. Über Zwischenfälle wurde nichts bekannt. In Großstädten wie Johannesburg, wo der Schatten nur zu 89 % zu sehen war, standen zahlreiche Bewohner mit offenem Mund auf der Straße und starrten durch ihre Schutzbrillen in die Sonne.

Der Schatten des Mondes war am Morgen bei der angolanischen Hafenstadt Sumbe auf den afrikanischen Kontinent getroffen. Nach einer halben Stunde verließ der 60 Kilometer breite Schatten Afrika und wanderte weiter Richtung Australien, wo bei dem Ort Ceduna ebenfalls Zehntausende warteten. In Europa ist das Phänomen nicht zu sehen.

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