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Kerpener bejubeln Schumachers 7. WM-Titel

Beinahe abgeklärt haben in Michael Schumachers Heimatstadt Kerpen die Formel-1-Fans den Gewinn seines siebten Weltmeistertitels gefeiert. Begeistert schwenkten bei einer Siegesfeier vor dem Rathaus rund 400 meist in Rot gekleidete Anhänger Ferrari-Flaggen und riefen lautstark „Schumi go“.

dpa KERPEN. Beinahe abgeklärt haben in Michael Schumachers Heimatstadt Kerpen die Formel-1-Fans den Gewinn seines siebten Weltmeistertitels gefeiert. Begeistert schwenkten bei einer Siegesfeier vor dem Rathaus rund 400 meist in Rot gekleidete Anhänger Ferrari-Flaggen und riefen lautstark "Schumi go".

Die großen Emotionen blieben jedoch aus. "Für uns ist das Feiern eben schon Routine", sagte Kerpens Bürgermeister Ralf Valkysers. "In Zeiten, in denen es noch spannend war, waren auch schon mal 3000 Leute hier."

Zur Übertragung des Rennens auf einer Großleinwand vor dem Kerpener Rathaus waren in diesem Jahr nur der harte Kern der Fans gekommen. Viele trugen rote Mützen und T-Shirts. Einige hatten speziell für diesen Tag Kostüme gebastelt. Der Dürener Reiner Ferling trug einen aufwändig gestalteten Zylinder, auf dem eine Champagner trinkende Schumacher-Figur stand. "Da stecken rund 100 Stunden Arbeit drin", sagt er stolz. "Nächstes Jahr baue ich wieder einen Neuen und hoffe auf den achten Titel."

Ein Kölner Hundebesitzer nähte für seinen Terrier ein rotes Kostüm. Auf dem Kopf trug der weiße Hund eine Schumacher-Mütze. "Das Tier liebt eben Ferrari", sagte der 60-Jährige. "Zuhause darf er ab und zu in einem roten Miniauto fahren."

Auch abseits des Rathausplatzes feierten die Bewohner der 60 000 Einwohner zählenden Stadt im Rheinland. Dutzende Autos fuhren hupend durch die Straßen, an vielen Häusern hingen rote Fahnen aus den Fenstern. "Wir werden Michael natürlich gratulieren, das ist eine Top-Leistung", sagt Valkysers. "Allerdings würden wir uns wünschen, dass er sich bei seinen Kerpener Fans mal wieder blicken lässt. Der letzte offizielle Besuch ist schon drei Jahre her."

Mit einer so frühen Entscheidung "ihres Jungen" hatten die Kerpener in diesem Jahr nicht gerechnet. So wurde der Rathaussaal, in dem traditionell die Weltmeistertitel gefeiert werden, schon frühzeitig für ein Damen-Schachturnier vermietet. "Zum Glück hatten wir nun prächtiges Feier-Wetter, da war die Open-Air-Übertragung eine gute Alternative", sagte Valkysers.

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