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Kerry: Truppen raus aus Irak

Der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry hat die Irakpolitik von US-Präsident George W. Bush scharf angegriffen und im Falle seines Wahlsieges einen Truppenrückzug binnen vier Jahren angekündigt.

dpa WASHINGTON. Der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry hat die Irakpolitik von US-Präsident George W. Bush scharf angegriffen und im Falle seines Wahlsieges einen Truppenrückzug binnen vier Jahren angekündigt.

"Es ist der falsche Krieg am falschen Ort zur falschen Zeit", sagte Kerry in Canonsburg (US-Bundesstaat Pennsylvania). Bush führe das Land in eine falsche Richtung. "Mein Ziel ist es, sie (die US-Truppen) möglichst in meiner ersten Amtszeit nach Hause zu holen", so Kerry. Bush mache den Wählern etwas vor, wenn er von einem breiten Bündnis von Alliierten im Irak spreche, betonte Kerry. 90 % der ausländischen Truppen im Irak stammten aus den USA, der amerikanische Steuerzahler komme für 90 % der Besatzungs-Kosten auf.

Präsident Bush machte sich über Kerrys Äußerungen lustig und nannte sie einen neuen Beleg für die Wankelmütigkeit seines Herausforderers. "Mein Gegner ist heute mit neuen Beratern aufgewacht und schon hat er eine neue Position", sagte Bush auf einer Wahlkampfveranstaltung in Poplar Bluff (Missouri). Kerry hat in den vergangenen Wochen Mitarbeiter von Ex-Präsident Bill Clinton in sein Wahlkampfteam aufgenommen. Bush kritisiert, dass Kerry den Irak-Krieg zunächst unterstützt hatte, ihn dann mehrfach kritisierte, vor wenigen Wochen schließlich betonte, er hätte auch nach dem heutigen Wissensstand im Senat für den Krieg gestimmt.

Bush führt nach den jüngsten Umfragen deutlich vor Kerry. Einer am Dienstag veröffentlichten Gallup-Umfrage zufolge erklärten 52 der Befragten, sie wollten für Bush stimmen, Kerry käme nur auf 45 %, der unabhängige Kandidat Ralph Nader auf 1 %. Bei einer Gallup-Umfrage vor dem Parteitag der Republikaner vergangene Woche hatte Bush nur mit zwei Prozentpunkten geführt. In der bisher zentralen Frage dieses Wahlkampfs, dem Thema Terrorismus-Bekämpfung, führt Bush sogar mit 27 %punkten vor Kerry, so die Zeitung "USA Today", die gemeinsam mit dem Sender CNN wöchentlich die Gallup-Umfrage in Auftrag gibt.

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