Kerstin Müller im Gespräch
Außenstaatsminister Volmer macht Platz

Nach wochenlangen Spekulationen über seine Ablösung hat der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer (Grüne), seinen Posten aufgegeben.

HB/dpa BERLIN. "Ich habe gestern gegenüber Außenminister Joschka Fischer und dem Fraktionsvorstand erklärt, dass ich keine weitere Amtszeit als Staatsminister zur Verfügung stehe", sagte der Grünen-Politiker am Freitag der dpa in Berlin. Als Motiv gab der 50-Jährige "politische und private Gründe" an. Details wolle er "im Dunkeln lassen".

Als Volmers Nachfolgerin ist die derzeitige Grünen-Fraktionschefin Kerstin Müller im Gespräch. Eine Sprecherin der Grünen-Fraktion wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Sie bekräftigte, dass SPD und Grüne bei ihren Koalitionsverhandlungen zuletzt über Personalfragen entscheiden wollen.

Der langjährige Grünen-Vorstandssprecher Volmer (1987, 1991-1994) war zuletzt wegen der so genannten Freiflugaffäre in die Schlagzeilen geraten. Die "Bild"-Zeitung hatte ihm vorgeworfen, dienstlich erworbene Bonus-Flugmeilen privat genutzt zu haben. Volmer hatte dies zurückgewiesen. Auf die Frage, ob die Affäre ihn zu seinem Schritt bewogen habe, sagte er am Freitag: "Nicht im mindesten."

Ein Sprecher des Außenamts sagte nur, Fischer habe die Begründung Volmers zur Kenntnis genommen. Auch die Grünen-Fraktion wollte sich nicht weiter zu dem Rücktritt äußern. Volmer, promovierter Sozialwissenschaftler aus Gelsenkirchen, war bei der Bundestagswahl vor zwei Wochen über die Landesliste seiner Partei in Nordrhein- Westfalen in das neue Parlament gekommen.

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