Kessler-Ausfall schmerzt am meisten
Ullrichs Handicap

Das Team T-Mobile kann mit der bisherigen Mannschaftsleistung nur bedingt zufrieden sein. Zwar ist Jan Ullrich noch immer gut im Rennen, doch die Formschwäche und gesundheitlichen Probleme einiger Teammitglieder sind ein großer Nachteil für den Kapitän.

Rückschläge für T-Mobile - Ullrich: "Kesslers Ausfall ein Handicap"

FIGEAC. Erik Zabel ließ mächtig Dampf an. Sichtlich erregt redete er im Anschluss an die 10. Etappe der Tour de France auf seinen Sportlichen Leiter Mario Kummer ein. Für die ungewöhnliche Renntaktik von Andreas Klöden hatte der Sprinter aus Unna wenig Verständnis. Weil sein Mitstreiter vom T-Mobile-Team auf der Zielgeraden von St. Flour nicht das Tempo drosselte, gingen dem Sprinter aus Unna zwei wichtige Punkte im Kampf um das Grüne Trikot verloren. Hinter Klöden und dem um über fünf Minuten enteilten Sieger Richard Virenque blieb nur Rang drei.

Die 10. Etappe wird der Mannschaft um Tour-Mitfavorit Jan Ullrich auch aus anderen Gründen in keiner guten Erinnerung bleiben. Das vorzeitige Tour-Aus von Matthias Kessler, der Einbruch von Santiago Botero und die Sorgen um den angeschlagenen Rolf Aldag drückten die Stimmung. Von schlechten Vorzeichen für die schweren Pyrenäen-Etappen am Freitag und Samstag wollte Teammanager Walter Godefroot jedoch nichts wissen: "Das Potenzial ist da. Ich hoffe, dass Jan bei Armstrong bleiben kann und ihm, wenn es geht, vielleicht sogar wegfährt."

Auf einen wichtigen Helfer kann der Tour-Sieger von 1997 bei den beiden Bergankünften in La Mongie und am Plateau de Beille jedoch nicht mehr zählen. Anders als bei seinen drei Stürzen in den Tagen zuvor zog sich Kessler beim Unfall auf der Abfahrt vom Col du Pas de Peyrol schwere Verletzungen zu. Wie eine medizinische Untersuchung am Abend ergab, hatte sich der Trainingspartner von Ullrich mit einer gebrochenen Rippe und einem teilweise eingefallenen Lungenflügel noch ins 60 Kilometer entfernte Ziel gequält. Nur wenige Stunden später verordneten ihm die Ärzte eine vierwöchige Zwangspause. "Der Ausfall von Matthias ist für mich ein Handicap", gestand Ullrich.

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