Archiv
Ketch up- Catch up!

Das möchte man der Börse in diesen Tagen auch so manches Mal zurufen. Der Abgabetrend des gestrigen Nachmittags dürfte sich im frühen Handel fortsetzen. Schlechte Geschäftsprognosen von Ketch-up-Hersteller H. J. Heinz und die Sorge vor weiteren Gewinnwarnungen für das zweite Quartal treiben die Futures am Morgen ins Minus.

Während Kraft Foods, der größte US-Lebensmittelkonzern, gestern mit bunten Kostümen und einer Kurssteigerung von 0,5 Prozent auf New Yorks Parkett den Börsengang feierte, trübt Ketchup-Konkurrent H. J. Heinz vor Handelsbeginn die Stimmung mit mäßigen Prognosen. Im vergangenen Quartal muss der Konzern einen Verlust von 49 Cents pro Aktie hinnehmen. Noch im Vorjahr hatte der Fehlbetrag lediglich 27 Cents pro Papier betragen. Der Lebensmittelkonzern macht hohe Akquisitionskosten und die schwache Nachfrage auf dem Tunfischmarkt für das Ergebnis verantwortlich. H. J. Heinz ist der größte Tunfischproduzent der USA. Die Aussichten für das laufende Quartal sind eher trüb. Wie H. J. Heinz mitteilte, werden die Ertragsprognosen voraussichtlich nicht erreicht.

Gemischte Wirtschaftsdaten sorgen bei den Anleger auch für Magengrummeln. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen in der vergangenen Woche auf 428 000 Anträge. Betrachtet man den Vier-Wochen-Durchschnitt stieg der Indikator jedoch auf des höchste Niveau seit August 1992.

Dagegen fiel der Produzentenpreis-Index im Mai besser aus als erwartet. Der Indikator stieg im vergangenen Monat um 0,1 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Die Gefahr einer Inflation schein somit nicht gegeben.

Die Lagerbestände der verarbeitenden Industrie blieben im April mit fast 1,2 Billionen Dollar auf dem Niveau des Vormonates. Wegen der rückläufige Absatzentwicklung konnte die Industrie Lagerbestände nicht weiter abbauen.

Der Glasfasersektor kommt nicht zur Ruhe. Lucent wird die zwei zum Verkauf stehenden Fabriken nicht an Flextronic veräußern. Das berichtete das Wall Street Journal in seiner neuesten Ausgabe. Der Netzwerkausrüster hatte sich von dem Verkauf Einnahmen von bis zu 900 Millionen Dollar versprochen. Der Konzern muss bis Ende September zwei Millionen Dollar an die Bank zurückzahlen, um den Kreditrahmen von vier Millionen Dollar behalten zu können. Während Lucent vorbörslich schwächer notiert, verbessert sich Flextronic vor Handelsstart.

Merrill Lynch stuft Netzwerkausrüster Corning von "kurzfristig akkumulieren" auf " neutral" ab. Langfristig wird die Aktie weiterhin zum Kauf empfohlen. Die Analysten senken die Gewinnerwartungen für das laufende und kommende Geschäftsjahr. J.P. Morgan bekräftigt die Kaufempfehlung für Alcoa.

Brokerhaus Credit Suisse First Bosten reduziert die Gewinnerwartungen für American Express. Während die Geschäftsentwicklung in zweiten Quartal leicht schwächeln würde, sei mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen. Die Aktie wird weiterhin mit "halten" bewertet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%