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Kevin Kuranyi schießt VfB aus der Krise

Nationalstürmer Kevin Kuranyi hat mit seinem fünften Saisontor die Krise des VfB Stuttgart beendet. Der 22-Jährige erzielte beim mühsamen 1:0 (0:0)-Bundesliga-Sieg der Schwaben in der 56. Minute eines schwachen Fußballspiels den Treffer des Tages.

dpa STUTTGART. Nationalstürmer Kevin Kuranyi hat mit seinem fünften Saisontor die Krise des VfB Stuttgart beendet. Der 22-Jährige erzielte beim mühsamen 1:0 (0:0)-Bundesliga-Sieg der Schwaben in der 56. Minute eines schwachen Fußballspiels den Treffer des Tages.

Vor 46 000 Zuschauern im fast ausverkauften Daimlerstadion kassierten die Gäste damit im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Dick Advocaat die erste Niederlage und warten nun seit zehn Jahren auf einen Sieg in Stuttgart. Der VfB setzt sich mit diesem Erfolgserlebnis in der Spitzengruppe fest und feierte eine einigermaßen gelungene Generalprobe für das Uefa-Cup-Spiel beim SC Heerenveen.

"Wir haben zwar nicht mit Glanz und Gloria gespielt, aber gewonnen", sagte VfB-Trainer Matthias Sammer. "Von einem Wendepunkt würde ich nicht sprechen, genauso wenig, wie ich vorher von einer absoluten Tragödie gesprochen habe." Sein Kollege Advocaat erklärte: "Ich denke, es ist keine Schande, gegen diese Mannschaft zu verlieren. Sie spielt schließlich um die Meisterschaft mit."

Während Gladbach ohne seinen verletzten Kapitän Christian Ziege antrat, ersetzte der VfB den verletzten Nationalspieler Andreas Hinkel auf der rechten Abwehrseite durch Martin Stranzl, dafür rückte Matthieu Delpierre in die Innenverteidigung. Für den zuletzt erfolglosen Torjäger Cacau stand etwas überraschend Imre Szabics in der Anfangsformation, und für den gesperrten Silvio Meißner spielte Fernando Meira. Der Portugiese kam erstmals nach seinem Kreuzbandanriss am 28. August wieder zum Einsatz und wurde auch auffallend häufig von seinen Mitspielern eingesetzt, ohne jedoch größere Wirkung zu erzielen.

Nach den 0:3-Schlappen beim Pokal-K.o. in München sowie im Spitzenspiel in Wolfsburg traten die Stuttgarter merklich vorsichtig auf. Zudem taten sie sich im ersten Durchgang ganz schwer gegen die gut gestaffelte Borussia, die zudem bei Kontern gefährlich war. Vor allem Oliver Neuville beschäftigte die groß gewachsene VfB-Hintermannschaft mit Delpierre, Stranzl und Babbel. Sein Sturmpartner Vaclav Sverkos vergab die zunächst dickste Chance, als er in der 18. Minute per Direktabnahme knapp das Stuttgarter Tor verpasste.

Die schönste Kombination des VfB in der ersten Halbzeit schloss Kevin Kuranyi, dem sein Länderspiel-Tor gegen Kamerun sichtlich Selbstvertrauen gegeben hat, mit einem Schuss über die Latte ab (25.). Ein Flachschuss von ihm zischte kurz darauf am Pfosten vorbei.

Ein Lehrstück in Sachen Konterfußball zeigten dann die Gastgeber ihrem Gegner: Einen mustergültigen Pass von Alexander Hleb schloss Kuranyi aus fünf Metern mühelos mit dem Führungstreffer ab. Meira hätte nur wenige Minuten später ein glänzendes Zuspiel von Horst Heldt zum 2:0 nutzen müssen, scheiterte aber mit einem Schlenzer. Der VfB wurde danach beinahe eiskalt erwischt: Heldt kratzte einen Kopfball von Nico van Kerckhoven, der zunächst an den Innenpfosten geprallt war, gerade noch von der Linie (64.). In der Nachspielzeit verpasste zudem Neuville bei einem Volleyschuss den Ausgleich.

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