KGV drückt Zukunftserwartung aus
Aktien-ABC: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis

ddp/vwd BERLIN. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) drückt die Erwartung aus, wie erfolgreich sich ein Unternehmen in Zukunft entwickeln wird. Es zeigt an, wie viele Jahre der Gewinn je Aktie erwirtschaftet werden muss, um den aktuellen Börsenkurs zu erzielen. Je niedriger das KGV, desto preisgünstiger ist eine Aktie.

Ein Beispiel: Zwei Gesellschaften weisen jeweils einen Gewinn je Aktie von 10 Euro auf. Der Kurs des Unternehmens A liegt bei 150 Euro, der Kurs des Unternehmens B bei 300 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Unternehmen A beträgt also nur 15, dasjenige von Unternehmen B aber stolze 30. Dies bedeutet, dass für die Aktie des Unternehmens A das 15-fache des Jahresgewinnes zu bezahlen ist, für die Aktie von B hingegen das 30-fache.

Die Gründe hierfür können in der unterschiedlichen Wachstumsdynamik und/oder dem unterschiedlichen Risiko der beiden Unternehmen liegen, erklärt das Deutsche Aktieninstitut (DAI). Bei A handelt es sich um ein recht statisches Unternehmen mit kaum hohen Gewinnzuwachsraten, bei B hingegen um ein dynamisches, eventuell mit einer Jahresrate von 30 Prozent Gewinnsteigerung.

Diese Beispiel zeigt, dass die Aussagefähigkeit des Kurs-Gewinn-Verhältnisses für sich allein begrenzt ist. Zur besseren Bewertung müssen Vergleiche und Einordnungen her. Denn das KGV ist nur ein Bewertungskriterium von vielen. Es darf nicht zu mechanisch verwendet werden, betont das DAI. Das niedrigste KGV kennzeichnet nicht automatisch die billigste und erfolgversprechendste Aktie.

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