Killerkommando töteten im Elendsviertel der Stadt
39 Tote nach Terroranschlag in Algerien

dpa ALGIER. Mindestens 39 Menschen sind in Algerien bei neuen Terroranschlägen ermordet worden. Allein 26 wehrlose Bürger, darunter zehn Kinder, starben nach Augenzeugen-Berichten vom Sonntag bei einem Massaker in Berrouahia, 120 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier. Ein Killerkommando sei am Vorabend in ein Elendsviertel am Stadtrand eingedrungen und habe dort mehrere Familien niedergemetzelt oder erschlagen. Anschließend hätten die Mörder die Wohnungen ihrer Opfer angezündet.

Die Bewohner des Viertels waren vor vier Jahren aus der bergigen Umgebung in die Nähe der Stadt geflüchtet, weil sie sich vor islamistischen Terrorgruppen fürchteten. An der Beisetzung der Todesopfer nahmen am Sonntag mehrere tausend Menschen teil.

Nach Berichten der privaten Presse des Landes vom Wochenende waren bereits am vergangenen Donnerstag sieben Schäfer nahe Tenes, 200 Kilometer westlich Algiers, getötet worden. Am selben Tag hatten mehrere bewaffnete Männer auf dem wöchentlichen Automarkt der 50 Kilometer östlich der Hauptstadt liegenden Stadt Tidjelabine einen Zivilisten, einen Polizisten sowie zwei Angehörige der ortsansässigen Bürgerwehr ermordet.

Ein weiteres Mitglied einer Selbstverteidigungsgruppe sowie dessen Sohn waren am Freitag im Bezirk Ain Defla, 150 Kilometer westlich Algiers, einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Von offizieller Seite werden islamistische Extremisten für die Terroranschläge verantwortlich gemacht.

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