Kinder berühmter Sportler
72er Generation trägt Früchte

In Peking ist eine Reihe von Sportlern am Start, deren Eltern 1972 Ruhm geerntet haben. Allen voran die Hockey-Geschwister Natascha und Florian Keller, aber auch Stabhochspringer Danny Ecker, Schwimmer Helge Meeuw und Turnerin Katja Abel treten in die Spuren ihrer Vorfahren.

PEKING. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Die 72er Generation der Olympischen Spiele von München trägt Früchte. Die 31-jährige Natascha Keller vom Berliner Hockey-Club eiferte bereits vor vier Jahren in Athen erfolgreich ihrem Vater Carsten, der 1972 mit dem deutschen Team auf dem obersten Treppchen stand, erfolgreich nach und jubelte über Gold. Ihr Großvater Erwin hatte bereits 1936 in Berlin Silber gewonnen, ihr Halbbruder Andreas war 1992 in Barcelona Olympiasieger. Florian Keller will nun ein weiteres erfolgreiches Kapitel schreiben und hofft, mit dem deutschen Team zu triumphieren. Der 26-jährige vom Zweitligisten Zehlendorfer Wespen ist nach Angaben von Bundestrainer Markus Weise "der Schnellste im Aufgebot" und war bei der Champions Trophy in Rotterdam Torschützenkönig. "Wir sind alle beim Hockey hängengeblieben, weil es sehr viel Freude macht, in einer Mannschaft zu spielen. Außerdem schießen wir alle gerne Tore", hat seine Schwester mal erklärt. Deshalb entschied sie sich einst auch gegen ihre zweite Leidenschaft Tennis: "Sonst wären wir Kellers vielleicht alle Millionäre geworden."

Danny Ecker hatte vor nicht allzu langer Zeit noch "den großen Traum von Olympia-Gold", doch seine Achillessehnenblessur und die in dieser Saison meist überlegene internationale Konkurrenz haben die Chancen des Stabhochspringers auf Edelmetall sinken lassen. Bei der WM 2007 in Osaka/Japan holte er Bronze - sehr zur Freude auch seiner Mutter. Heide Ecker, geborene Rosendahl und zweifache Olympiasiegerin von 1972, leidet am Fernseher meistens. "Das ist schon schwierig, wenn man nicht helfen kann", sagte sie. Zu Hause drückt auch seine Frau Katrin die Daumen - die eineinhalbjährige Marie ist noch zu klein dafür.

Bei Helge Meeuw, dem Europarekordler über 100 Meter Rücken, waren gleich beide Eltern 1972 Olympia-Schwimmer: Folkert Meeuw und Jutta Weber. Turnerin Katja Abel hat ebenfalls das Sieger-Gen: Ihre Mutter Irene gehörte zur Silber-Mannschaft der DDR von München. "Es war immer mein Ziel, ihr nachzueifern", sagte die Berlinerin vor ihrer ersten Olympia-Teilnahme. Etwas weiter vom Stamm fiel der Apfel bei der Leverkusenerin Handballerin Laura Steinbach. Ihr Vater, der frühere Weltklasse-Schwimmer Klaus Steinbach, gewann 1972 in München Silber in der 4x 200-Meter-Freistilstaffel und war später Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland.

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