Kindervater nennt keine Summe
Telekom reduziert Sportsponsoring um 30 Prozent

Die Deutsche Telekom will ihr Sport-Sponsoring in Zukunft um knapp 30 % reduzieren. Diese Zahl bestätigte am Montag Jürgen Kindervater, Leiter der Abteilung Sportmarketing des Bonner Unternehmens, das in Zeiten schmaler Kassen sparen muss.

HB/dpa BERLIN. Die in der "Welt am Sonntag" genannte Zahl von jährlich 55 Mill. ?, die das Sport-Engagement kosten soll, bezeichnete Kindervater als "deutlich zu hoch". Das Telekommunikations-Unternehmen, das mit Schulden von 64 Mrd. ? belastet ist, engagiert sich im Radsport, Fußball, Motorsport, Rudern und Basketball.

"Diese Zahlen werden regelmäßig deutlich zu hoch geschätzt, weil vergessen wird, dass wir Partner haben, was nicht nur im Radsport gilt. Das Sportsponsoring, das wir auch zurückschrauben müssen, ist nur ein Teil unserer gesamten Werbeausgaben", sagte Kindervater, dem bei seinem eingeschlagenen Sparkurs das Ausscheiden Jan Ullrichs aus dem Rad-Team entgegenkam. Dadurch dürfte sich der Jahres-Etat der Mannschaft um Erik Zabel um knapp 2 Mill. ? reduziert haben und sich 2003 bei rund 7 Millionen bewegen. Dazu kommt Geld von Co-Sponsoren.

Bayern München mit jährlich geschätzten rund 20 Mill. beansprucht das meiste Werbegeld. Die Telekom-Baskets Bonn und die Ruder-Nationalmannschaft sind zusammen mit etwa einem Zehntel dieser Summe wesentlich bescheidener. Ende des Jahres stellt die Telekom ihr Sponsoring des Formel-1-Rennstalls McLaren-Mercedes und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein, was zusammen eine Ersparnis von rund elf Mill. ? bringt. "Diese Zahl ist realistisch", sagte Kindervater. Die Unterstützung der deutschen Eisschnellläufer dauerte nur fünf Monate.

Kindervater selbst wird nach 13 Jahren das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Der Kommunikationschef macht sich als Kommunikationsberater selbstständig, wird aber herausragende Sponsoraktivitäten des Bonner Konzerns wie die zur Fußball-WM 2006 weiter betreuen.

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