Kinovergnügen um 31 Cent teurer geworden
Deutsche gehen weniger ins Kino

Im Jahr 2002 sind im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben der Filmförderungsanstalt (FFA) in Deutschland 14 Millionen Besucher weniger ins Kino gegangen. Der Umsatz der deutschen Kinos fiel demnach um 27,1 Millionen Euro auf 960,1 Millionen Euro.

Reuters BERLIN. Insgesamt seien 163,9 Millionen Besucher im Jahr 2002 in die deutschen Kinos gegangen. Der gefallene Umsatz sei noch immer mit weitem Abstand der zweitbeste seit der Wende, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der FFA. Das Kinovergnügen sei um 31 Cent teurer geworden, der durchschnittliche Eintrittspreis habe 5,86 Euro betragen.

In die deutschen Kinofilme seien 19 Millionen Zuschauer gegangen, im Jahr 2001 waren es noch 30,9 Millionen. "Über den deutschen Film wachte diesmal kein Quotenbringer wie Manitu - und prompt musste die Branche nach dem Sensationsjahr 2001 wieder mit einem durchschnittlichen Ergebnis zufrieden sein", hieß es dazu in der Mitteilung der FFA in Anspielung auf den Film "Der Schuh des Manitu". Dieser war einer der erfolgreichsten Filme der vergangenen Jahrzehnte.

Der Marktanteil der deutschen Filme sank 2002 auf 11,9 Prozent von 18,4 Prozent im Jahr 2001. Kassenmagnete unter den deutschen Filmen seien "Bibi Blocksberg", "Nirgendwo in Afrika" und "Knallharte Jungs" gewesen. Im Ausland seien die deutschen Filme "Resident Evil" und "Bella Martha" erfolgreich gewesen.

Wegen der unsicheren Konjunkturlage sei eine Prognose für 2003 kaum möglich. "Die deutschen Verleihfirmen rechnen mit einer Belebung des Kinogeschäfts und gründen ihren Optimismus auf die Entwicklung des US-Marktes", hieß es in der FFA-Mitteilung. In den USA sei 2002 ein Umsatzzuwachs von zwölf Prozent erreicht worden, der sich mit Zeitverzögerung auch in Deutschland einstellen könnte.

Die Home-Entertainment-Branche habe ein Umsatzplus von 38,2 Prozent verzeichnet. Von Januar bis November 2002 hätten die Videoprogrammanbieter ihren Umsatz um 189 Millionen Euro auf 684 Millionen Euro gesteigert. Die FFA ist eine Bundesanstalt des öffentlichen Rechts, die aus Abgaben der Kinos, von Video-Anbietern und Fernsehsendern deutsche Filme fördern soll.

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